Die Wahlergebnisse der Juniorwahl zum Bundestag 2025
Demokratie üben und erleben: Mit dem Projekt „Juniorwahl“ von Kumulus e.V. können Lehrkräfte Jugendliche an Wahlen und Politik heranführen. Das Interesse ist groß, bei der diesjährigen Juniorwahl zur Bundestagswahl haben über 7000 Schulen teilgenommen, darunter auch 840 berufsbildende Schulen. So haben die Schülerinnen und Schüler gewählt:
Politik verstehen und aktiv mitgestalten
Noch immer kommen politische Themen in der Schule zu kurz. Dabei ist gerade dieser Bereich wichtiger denn je: Nur mit einem fundierten Hintergrundwissen werden Jugendliche befähigt, regelmäßig wählen zu gehen und sich politisch zu engagieren. Mit der Juniorwahl können Lehrkräfte das Wahllokal ins Klassenzimmer holen.
Die Juniorwahl lädt Schülerinnen und Schüler dazu ein, sich intensiv mit dem Thema Wahlen und dem politischen System auseinanderzusetzen und es ganz praktisch auszuprobieren. Das Projekt zielt darauf ab, das politische Interesse der Jugendlichen zu fördern und die Begeisterung für politische Teilhabe sowie gesellschaftliches Engagement zu wecken. Zudem soll es die Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler schärfen, Meinungsbildungsprozesse anregen und ihnen zeigen, wie wertvoll und wichtig Demokratie ist.
So funktioniert die Juniorwahl in der Praxis
Zur Durchführung der Wahl im Klassenzimmer bekommen Lehrkräfte ein handlungsorientiertes Konzept, das auf zwei Säulen basiert: Die erste Säule besteht aus der intensiven Vorbereitung im Unterricht durch die Lehrkraft. Thematisiert werden dabei die Demokratie als Staatsform, der Ablauf und die Funktion von Wahlen sowie das deutsche Parteiensystem.
Die zweite Säule ist praxisorientiert und beinhaltet den Wahlakt. Dieser wird selbstständig von den Schülerinnen und Schüler organisiert. Dazu ernennen die Teilnehmenden einen Wahlvorstand, führen ein Wählerverzeichnis und verschicken Wahlbenachrichtigungen an alle Wähler und Wählerinnen. Anschließend füllen die Schülerinnen und Schüler ihre Wahlunterlagen in einer Wahlkabine aus und werfen sie in die Wahlurne.
Das Ergebnis bietet dann Stoff für anregende Diskussionen im Klassenverband. Das didaktische Unterrichtsmaterial und die für die Wahl benötigten Unterlagen werden den teilnehmenden Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Das sind die nächsten Wahlen, zu denen die Juniorwahl möglich ist:
- Frühjahr 2026: Landtagswahl in Baden-Württemberg
- Frühjahr 2026: Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
- Sommer 2026: Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
- Herbst 2026: Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
- Herbst 2026: Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin
Dabei starten die Vorbereitungen immer etwa ein Jahr im Voraus. Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Projekts.
Sie benötigen Unterrichtsmaterialien zum Thema politische Bildung und Wahl? In unserer Mediathek werden sie fündig.
Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Arbeits- und Schulalltags. Wie tiefgreifend sie Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung bereits heute verändert – und welche Entwicklungen in naher Zukunft zu erwarten sind – steht im Mittelpunkt der Veranstaltung „KI@work - Transformation in der Arbeitswelt“, die am 11. Februar 2026 um 16:00 Uhr zum zweiten Mal stattfindet.
KI@work ist ein von den Lehrerinnen Elisabeth Hägele und Ulrike Müller ins Leben gerufenes Veranstaltungsformat, das sie seit Beginn begleiten und kontinuierlich mit den Auszubildenden in Kooperation mit Dualen Ausbildungspartnern weiterentwickeln. Ziel des Formats ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig an zentrale Zukunftsthemen heranzuführen und ihnen Verantwortung für ein reales, anspruchsvolles und komplexes Projekt – diese Großveranstaltung – zu übertragen. Das im Rahmen der Ausbildung erworbene Theoriewissen wird dabei konsequent praxisnah angewendet und vertieft.
Im Rahmen der Veranstaltung übernehmen die Abschlussklassen der Bildungsgänge Kauffrau/-mann im E-Commerce und Kauffrau/-mann für Büromanagement die vollständige Planung und Organisation. Von der inhaltlichen Ausrichtung über das Teilnehmermanagement bis hin zur Durchführung liegt die Verantwortung bei den Auszubildenden beider Ausbildungsberufe - bildungsgangübergreifend – ein praxisnahes Lernsetting, das schulische Ausbildung, Projektmanagement und reale Wirtschaftsthemen miteinander verbindet. Die Plattform richtet sich nicht ausschließlich an Fachpublikum. Angesprochen sind ebenso Privatpersonen, duale Partner, ehemalige Schülerinnen und Schüler sowie alle, die sich für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Arbeits- und Schulalltag interessieren. Im Fokus steht die Neugier auf das, was mit KI heute bereits möglich ist – und was morgen kommen wird.
Hochkarätige Referenten, praxisnahe Workshops und interaktive Formate erwarten die Gäste
Ein besonderer Höhepunkt ist die Keynote von Reinhard Karger, Unternehmenssprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) aus Saarbrücken. Seine Impulse bilden den Auftakt für einen inhaltlich vielfältige Veranstaltung. Im Anschluss folgen hochkarätig besetzte Workshops, die konkrete Anwendungsbeispiele und aktuelle Entwicklungen rund um KI in Wirtschaft, Verwaltung und Bildung aufzeigen. Ergänzt wird das Programm durch einen Marktplatz mit Exponaten, unter anderem vom DigiZ Aalen, der Hochschule Aalen sowie weiteren Ausstellern. Die Exponate laden zum Informieren und Ausprobieren ein und bieten zugleich vielfältige Möglichkeiten für Austausch und Networking.
Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion, die verschiedene Sichtweisen bündelt und einen Rahmen für vertiefenden fachlichen Austausch sowie nachhaltige Vernetzung schafft. Die vollständige Agenda mit allen Referentinnen und Referenten ist auf der Internetseite der techma einsehbar: https://www.techma-ellwangen.de/kiwork-2026/
Für die Veranstaltung KI@work sind aktuell noch freie Plätze verfügbar, die über die Homepage der techma gebucht werden können. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Veranstaltungsdetails:
- Datum: Mittwoch, 11. Februar 2026
- Uhrzeit: 16:00 Uhr – 19:30 Uhr
- Ort: techma Berufliche Schule für Technik & Management, Berliner Straße 19, Ellwangen
In diesem Monat traten erste Teile der von der Bundesregierung beschlossenen Ausbildungsgarantie in Kraft. Sie umfasst verschiedene Beratungs- und Unterstützungsangebote von der beruflichen Orientierung und Beratung bis zu Hilfen bei der Aufnahme und für den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung. Der Rechtsanspruch besteht allerdings nur bei einer außerbetrieblichen Ausbildung.
Die Ausbildungsgarantie ist Teil des Aus- und Weiterbildungsgesetzes und umfasst folgende gesetzliche Neuerungen:
- Einführung eines geförderten Berufsorientierungspraktikums mit Beratung zu kurzen, auch überregionalen Praktika unter Übernahme der entstehenden Fahrt- und Unterkunftskosten.
- Erleichterungen zur Teilnahme an Einstiegsqualifizierungen durch eine Verkürzung der Mindestdauer auf vier Monate, Erleichterungen für eine Durchführung in Teilzeit und Öffnung für Menschen mit Behinderungen, die eine Ausbildung als Fachpraktiker/in anstreben. Außerdem wird ermöglicht, dass Jugendliche, die bei einem Arbeitgeber die Ausbildung abgebrochen haben, für eine Ausbildung bei demselben Arbeitgeber eine Förderung erhalten können.
- Einführung eines Mobilitätszuschusses, auf dessen Grundlage Fahrtkosten für zwei Familienheimfahrten pro Monat im ersten Ausbildungsjahr übernommen werden können, wenn die Auszubildenden ohne Umzug mindestens zwei Stunden am Tag hätten pendeln müssen.
- Änderungen in der außerbetrieblichen Berufsausbildung:
- Rechtsanspruch auf Förderung in einer außerbetrieblichen Berufsausbildung
- Öffnung auch für sogenannte Marktbenachteiligte, die in einer Region wohnen, in der die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter unter Einbindung der Sozialpartner eine erhebliche Unterversorgung an Ausbildungsplätzen festgestellt hat.
Zeitplan der Maßnahmen
Neu ab 1. April 2024:
- Praktikum zur Berufsorientierung
- Mobilitätszuschuss
- Anpassungen bei der Einstiegsqualifizierung
Neu ab 1. August 2024:
- Erweiterte außerbetriebliche Berufsausbildung
Die erweiterte außerbetriebliche Berufsausbildung findet in Bildungseinrichtungen statt, die dafür von der Bundesagentur für Arbeit beauftragt werden und bei Bedarf auch mit Unternehmen kooperieren, in denen Teile der praktischen Ausbildung stattfinden.
Kritische Stimmen zur Ausbildungsgarantie
Kritik am Gesetz gibt es unter anderem von den Industrie- und Handelskammern. Mehr als 80 % der IHK-Ausbildungsbetriebe sprechen sich in einer DIHK-Ausbildungsumfrage gegen eine Ausbildungsgarantie auf Wunschberufe aus. Vielfach haben sie die Sorge, dass ihre betrieblichen Ausbildungsplätze verdrängt werden könnten. Besser wäre es demnach, die seit 2014 in der Allianz für Aus- und Weiterbildung festgeschriebene Chancengarantie weiterzuentwickeln. Nach diesem Ansatz würde jeder zum 30. September eines Jahres unvermittelte Jugendliche drei Angebote für betriebliche Ausbildungsplätze erhalten – wenn auch nicht immer im Wunschberuf.
Auch in den Bundesländern werden Anstrengungen unternommen, um die Anzahl der Auszubildenden zu erhöhen. Die Idee eines Ausbildungsfonds wird in Berlin diskutiert und in Bremen bereits umgesetzt:
Berlin: Bündnis für Ausbildung
In Berlin wurde im letzten Jahr das Bündnis für Ausbildung beschlossen mit dem Ziel, die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze nachhaltig zu erhöhen und die Qualität der Ausbildung in Berlin langfristig zu sichern. Bis Ende April 2025 sollen 2000 zusätzliche Plätze geschaffen werden. Andernfalls soll eine sogenannte Ausbildungsplatzumlage eingeführt werden, bei der dann die Betriebe einen vorher festgelegten Betrag in einen gemeinsamen Fonds einzahlen würden, der Ausbildungsbetrieben die Kosten der Berufsausbildung erstatten soll. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen könnte das ein Anreiz sein, nicht aus finanziellen Gründen auf die Ausbildung zu verzichten.
Bremen: Ausbildungsfonds
In Bremen soll es bereits ab August 2024 einen Ausbildungsfonds geben. Gesetzlich wurden Maximalwerte von bis zu 0,3 % von der Bruttolohnsumme (ohne Sonderzahlungen) sowie max. 2500 Euro Rückzahlung festgelegt. Zum Start des Fonds legt der Bremer Senat per Rechtsverordnung die konkreten Anfangswerte fest. In den folgenden Jahren können diese an die Entwicklung des Ausbildungsmarktes angepasst werden. Im ersten Jahr (2024/25) startet der Fonds mit diesen Werten: Arbeitnehmerbruttolohnsumme* x 0,27% = Jährlicher Anteil am Fonds.
Rechenbeispiele auf der Bremer Website zum Ausbildungsfonds zeigen, dass Handwerksbetriebe von dieser Regelung profitieren werden:
Fünf Kammern aus Bremen haben gegen dieses Vorhaben Klage eingereicht: die Handelskammer, die Handwerkskammer, die Hanseatische Rechtsanwaltskammer, die Zahnärztekammer und die Apothekerkammer. Die Handelskammer rechnet in der zweiten Hälfte des Jahres mit einem Ergebnis.
Das Projekt
Seit April 2024 fährt die Handwerkskammer Oldenburg die Imagekampagne „#einfachmachen – Berufsorientierung geht auch digital“ in einer Wiederauflage – bereits im vergangenen Jahr gab es eine ähnliche Kampagne. Sie richtet sich an junge Menschen und zielt darauf ab, das Handwerk für diese Zielgruppe attraktiv zu machen, die Vielfalt der 130 handwerklichen Ausbildungsberufe hervorzuheben und dadurch dem Fachkräftemangel entgegenzusteuern.
Die Personen
Bereits im vergangenen Jahr gab es an der HWK Oldenburg das sechsmonatige Projekt „#einfachmachen – Berufsorientierung geht auch digital“, gefördert vom Land Niedersachsen. Fünf Auszubildende berichteten direkt aus ihrem Arbeitsalltag in verschiedenen Berufen. Es erschienen regelmäßig Beiträge auf verschiedenen Online-Kanäle. Für die neue Kampagne, die auf 24 Monate angelegt ist, konnten bereits drei Auszubildende aus dem Tischlerberuf akquiriert werden. Die HWK Oldenburg ist im Gespräch mit anderen Betrieben und es werden weitere Berufe dazukommen. Auch an der Kammer selbst hat das Projekt eine neue Besetzung: Anneke Oevermann ist neben Projektleiter und Ausbildungsberater Marco Janssen für die Umsetzung der Kampagne verantwortlich. Der HubbS-Redaktion erklärte sie im Gespräch, was alles geplant ist.
Die Inhalte
Neben der Website der HWK Oldenburg und einem YouTube-Kanal werden auch die sozialen Medien Facebook und Instagram bespielt, Hauptinhalt sind die Videos der Auszubildenden. Die HWK Oldenburg wird die Beiträge der Azubis mit Themen beispielsweise zu Abschlussprüfung und Gesellenstück, zu Auslandsaufenthalten mit dem EU-Programm Erasmus+ sowie zum Kontakt mit Berufsschulen und Betrieben unterfüttern. Anneke Oevermann plant, zusätzlich einen Blog zu bespielen. Dadurch soll die Kampagne barrierefreier werden, da YouTube, Instagram und Facebook jeweils eine Anmeldung benötigen und nicht werbefrei sind.
Wir sind gespannt, was wir über die nächsten zwei Jahre zu sehen bekommen werden und wünschen viel Erfolg und natürlich Spaß bei der Umsetzung!
Möchten Sie mehr wissen oder sich beteiligen? Anneke Oevermann steht Interessierten als Ansprechpartnerin zur Verfügung und freut sich über jeden Input zum Thema.
Anneke Oevermann
Telefon 0441 232-284
E-Mail oevermann@hwk-oldenburg.de
Die Ursprünge
Vielleicht denken Sie: „Einfachmachen – das habe ich doch schon irgendwo gehört!“ Ganz richtig! 2017 gab es die bundesweite Imagekampagne #einfachmachen des Deutschen Handwerks. Dabei wurden in den sozialen Medien gezielt junge Menschen angesprochen und ermutigt, sich auszuprobieren, Praktika zu machen und sich ganz in Ruhe und ohne Druck für einen Beruf zu entscheiden. Der Kampagne hatten sich viele Akteure aus dem Handwerk und der beruflichen Bildung angeschlossen, um Auszubildende und Praktikanten zu gewinnen.
Der Unterricht
Hier sind einige Impulse, wie Sie als Lehrkraft an der Berufsschule die Kampagne #einfachmachen im Unterricht aufgreifen können:
- Starten Sie unter dem Hashtag #einfachmachen einen fachbezogenen Ideenwettbewerb zu einem geeigneten Thema im Lehrplan. Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler am Ende über die beste Idee abstimmen.
- Nutzen Sie das Konzept von #einfachmachen, um mit den Schülerinnen und Schülern den Umgang mit digitalen Medien zu üben. Die Lernenden können eigene Beiträge wie Videos, Podcasts oder Social-Media-Posts erstellen.
- Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler in diesem Zusammenhang auch das Thema Datenschutz und personenbezogene Daten herausarbeiten. Eine Veröffentlichung der im Schulkontext entstandenen Inhalte muss selbstverständlich datenschutzrechtlich einwandfrei sein, da hinsichtlich der Veröffentlichung von personenbezogenen Daten dieselben Richtlinien gelten wie beispielsweise für Schulhomepages.
- Nutzen Sie #einfachmachen, um mit den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Hashtags als Marketinginstrument herauszuarbeiten. Zeigen Sie die verknüpfende Funktion von Hashtags in sozialen Netzwerken (vor allem bei Instagram) und vergleichen Sie diese mit der Verwendung von Keywords in Blogs und auf Websites. Lassen Sie die Lernenden eine Hashtag-Recherche zu einem vordefinierten Thema durchführen.
Tipp: Nutzen Sie auch unsere Mediathek, um passendes Unterrichtsmaterial zu finden!
Haben Sie bereits Erfahrungen mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht? KI ist seit einiger Zeit in aller Munde und hält auch in der Berufsschule immer mehr Einzug. Die Bildungsministerkonferenz veröffentlichte im Oktober 2024 ihre Handlungsempfehlung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz und die Europäische Union hat im vergangenen Jahr ethische Leitlinien herausgegeben, aus der sich auch Verpflichtungen für Schulen und Lehrkräfte ergeben.
Bei vielen mag daraus das Bedürfnis entstehen, sich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wir finden, das lässt sich wunderbar mit Podcasts bewerkstelligen. Allgemeine Podcasts über KI gibt es mittlerweile sehr viele, beispielsweise den des Deutschlandfunks: KI verstehen. Der Bezug zum Schulunterricht wird dabei allerdings – wenn überhaupt – nur angekratzt. Wir haben für Sie 4 Podcasts herausgesucht, die sich speziell mit dem Themenbereich Künstliche Intelligenz in der Bildung beschäftigen.
4 Podcasts zu Künstlicher Intelligenz in der Bildung
Der Podcast Werkstatt-Gespräch der Bundeszentrale für politische Bildung hat in seiner ersten Staffel KI & Bildung zum Thema. In 10 Folgen, die jeweils zwischen 30 und 60 Minuten lang sind, werden Themen wie Maschinelles Lernen, KI in der Schulpraxis, intelligente Tutorsysteme, Inklusion sowie Extremismus und Ethik in Zusammenhang mit KI behandelt. Nina Heinrich und Philine Janus sprechen mit Experten zu den verschiedenen Bereichen und versuchen, mehr Sachlichkeit in die emotionale und polarisierende Thematik zu bringen. Der Podcast kann auf der Seite der bpb oder auf allen gängigen Podcast-Plattformen gehört werden.
Klasse KI – Dein Podcast für Künstliche Intelligenz in der Bildung ist ein wenige Monate alter Podcast der EDU-AI-Alliance, einer Initiative, die im deutschsprachigen Raum Bildung und künstliche Intelligenz zusammenbringen möchte. In bislang 13 Folgen werden neben Rechten und Pflichten in Bezug auf den Einsatz von KI im Schulwesen auch Einsatzmöglichkeiten für Lehrkräfte besprochen. Auch die Veränderung der Bildung durch künstliche Intelligenz wird in einigen Folgen thematisiert. Die Folgen sind unterschiedlich lang und dauern 15 bis 45 Minuten. Hören kann man den Podcast auf Spotify, radio.de und Apple Podcasts.
Kreide.KI.Klartext ist ein Podcast der Bildungsplattform Fobizz und wird von Diana Knodel und Gert Mengel moderiert. Der Podcast erscheint monatlich und enthält derzeit 32 Folgen. Das Ziel des Formats ist es, „Ängste zu reduzieren, Offenheit zu fördern und eine informierte und reflektierte Auseinandersetzung mit KI in der Bildung zu ermöglichen“. In Gesprächen mit Experten aus Schule, Wissenschaft, Kultur und Politik werden Möglichkeiten, Herausforderungen und ethische Aspekte der KI im Bildungswesen diskutiert. Der Podcast kann auf allen üblichen Streamingseiten angehört werden. Die Links dazu finden Sie auf der Podigee-Seite des Podcasts.
KI in der Schule ist eine Staffel des EduCouch-Podcasts des Instituts für digitales Lernen in Zusammenarbeit mit Cornelsen. In 10 Folgen, die alle um die 30 Minuten lang sind, werden Auswirkungen der KI auf Bildung, personalisiertes Lernen und Bildungsgerechtigkeit diskutiert. Außerdem erhält man konkrete Umsetzungstipps und Hinweise auf KI-Tools, die sinnvoll für Unterrichtsvorbereitung und -durchführung genutzt werden können. Hervorzuheben ist, dass alle Folgen direkt auf der Website angehört werden können und jeweils einen ausführlichen Beschreibungstext haben. Den Podcast gibt es außerdem bei Spotify (https://open.spotify.com/show/4kZh9f3CX56BRshoaIyVqu).
Weitere Beiträge aus der Rubrik Podcasts:
Die Beschäftigung als Berufsschullehrkraft ist nicht nur anspruchsvoll, sondern vielseitig und gesellschaftlich relevant. Die Hauptaufgabe von Berufsschullehrkräften liegt zwar im Unterricht an Berufsschulen, doch der Einsatzbereich geht weit über das übliche Klassenzimmer hinaus: Vom Berufsschulunterricht über Weiterbildung und Beratung bis hin zu Verwaltung, Projektarbeit und Hochschullehre. In einer zunehmend komplexen Bildungslandschaft übernehmen Lehrkräfte eine Vielzahl an Aufgaben in unterschiedlichen Institutionen und Kontexten. Der folgende Überblick zeigt Ihnen, wo Sie als Berufsschullehrkraft arbeiten können und welchen Beitrag Sie dort leisten.
1. Überbetriebliche Bildungszentren
Neben dem Unterricht an beruflichen Schulen arbeiten viele Lehrkräfte in überbetrieblichen Bildungszentren. Diese werden von Kammern, Verbänden oder Trägern der beruflichen Bildung betrieben und dienen dazu, Ausbildungsinhalte zu vermitteln, die insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen nicht abgedeckt werden können. Berufsschullehrkräfte in überbetrieblichen Bildungsstätten unterrichten fachtheoretische und fachpraktische Inhalte, die einen engen Bezug zur betrieblichen Praxis haben.
2. Weiterbildung und Erwachsenenbildung
Darüber hinaus arbeiten Berufsschullehrkräfte häufig in Bildungsstätten, die sich der Weiterbildung nach der Ausbildung widmen. Dazu zählen beispielsweise die Bildungszentren der Handwerkskammern, Technikerschulen oder die TÜV-Weiterbildungszentren. Die Ausbildungsangebote richten sich in der Regel nicht nur an Azubis, sondern an Erwachsene allgemein und haben einen konkreten Bezug zur beruflichen Bildung, Qualifizierung oder Umschulung. Weitere Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Erwachsenenbildung finden Berufsschullehrkräfte auch an Volkshochschulen, bei privaten Bildungsträgern oder in öffentlich geförderten Projekten. Dort unterrichten sie Arbeitssuchende, Personen in der Umschulung oder Menschen mit Migrationshintergrund, die auf den deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet werden.
3. Betriebliche Ausbildungsabteilungen
Berufsschullehrkräfte werden zudem in betrieblichen Ausbildungsabteilungen gebraucht. In großen Unternehmen mit eigenen Ausbildungszentren arbeiten sie in enger Kooperation mit betrieblichen Ausbilderinnen und Ausbildern. Sie unterstützen die betriebliche Ausbildung durch Schulungen, innerbetriebliche Fortbildungen oder die Entwicklung von Lehrmaterialien. Vor allem in Unternehmen mit starkem Fokus auf duale Ausbildung profitieren Auszubildende vom Know-how erfahrener Berufsschullehrkräfte.
4. Hochschulen und Lehrerbildung
Auch in der akademischen Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte sind Berufsschullehrkräfte tätig. Als Lehrbeauftragte oder wissenschaftliche Mitarbeitende an Universitäten und pädagogischen Hochschulen unterrichten sie beispielsweise in den Bereichen Berufspädagogik, Fachdidaktik oder in beruflichen Fachrichtungen und begleiten Lehramtsstudierende in der schulpraktischen Ausbildung.
5. Prüfungswesen und Kammern
Ferner können Berufsschullehrkräfte im Prüfungswesen mitwirken. Sie arbeiten in Prüfungsausschüssen der Industrie- und Handelskammern (IHK), der Handwerkskammern (HWK) oder anderer zuständiger Stellen mit. Dort sind sie an der Erstellung, Durchführung und Bewertung von Zwischen- und Abschlussprüfungen beteiligt. Ihre Mitarbeit stellt sicher, dass Prüfungen fachlich fundiert und pädagogisch sinnvoll gestaltet sind.
6. Schulaufsicht und Bildungsverwaltung
Neben dem Lehrauftrag gibt es auch organisatorisch-verwaltende Einsatzmöglichkeiten für Berufsschullehrkräfte. So wechselt ein Teil der Lehrkräfte im Laufe ihrer Karriere in die Schulaufsicht oder Bildungsverwaltung, etwa zu Schulämtern, Bezirksregierungen oder Ministerien. Dort übernehmen sie Aufgaben in der Qualitätssicherung, Schulentwicklung oder Lehrplangestaltung. Sie wirken koordinierend oder fachlich beratend an der Weiterentwicklung der beruflichen Bildung auf struktureller Ebene mit.
7. Projektarbeit und Modellversuche
Außerdem beteiligen sich zahlreiche Lehrkräfte an Bildungsprojekten auf Landes- oder Bundesebene. Themen wie Digitalisierung, Inklusion, nachhaltige Entwicklung oder die Integration geflüchteter Jugendlicher stehen dabei im Fokus. Berufsschullehrkräfte entwickeln im Rahmen dieser Projekte neue didaktische Konzepte, erproben innovative Unterrichtsmethoden und wirken an der Weiterentwicklung der beruflichen Bildung auf inhaltlicher Ebene mit.
8. Schulentwicklung und pädagogische Beratung
Und zu guter Letzt übernehmen Berufsschullehrkräfte natürlich auch innerhalb der Schulen erweiterte Aufgaben, etwa als Beratungslehrkräfte, als Koordinator und Koordinatorin für Schulentwicklung oder als Multiplikator und Multiplikatorin für spezielle Themen wie Medienbildung, Demokratiebildung oder Berufsorientierung. Sie gestalten schulinterne Fortbildungen, initiieren Entwicklungsprozesse oder beraten das Kollegium sowie Schülerinnen und Schüler in pädagogischen Fragestellungen.
Sie stehen am Anfang Ihrer Karriere und möchten den Weg als Berufsschullehrkraft einschlagen? Hier finden Sie alles Wichtige dazu.
Der Missbrauch von Alkohol, Cannabis und anderen Drogen ist ein Thema, das in der Jugend- und Ausbildungsphase immer wieder besorgniserregend ist. Dabei sind Jugendliche besonders experimentierfreudig im Konsum unterschiedlichster Substanzen. Der Griff zu Drogen kann verschiedene Ursachen haben: Überforderung mit dem neuen Lebensabschnitt, Gruppenzwang, Neugier oder der Wunsch nach Zugehörigkeit sind nur einige Beweggründe. Die körperlichen und psychische Folgen, ob kurzfristig oder langfristig, sind häufig nicht absehbar. Umso wichtiger ist es als Lehrkraft, dieses Thema sensibel anzugehen, frühzeitig Unterstützung anzubieten und im Vorfeld Aufklärungsarbeit zu leisten.
Zahlen und Fakten
In Deutschland wird der Drogenkonsum an Schulen hauptsächlich durch regionale Studien zum Substanzkonsum erfasst. Allgemein zeigt sich, dass Cannabis im Vergleich zu den illegalen Drogen deutlich dominiert. Dabei konsumieren männliche Jugendliche häufiger Drogen als weibliche Jugendliche. In einer (nicht repräsentativen) Querschnittsuntersuchung an Berufsschulen in Bayern, Hamburg und Schleswig-Holstein von aus dem Jahr 2021/22 zum Konsum und Nutzungsverhalten verschiedener Substanzen (siehe REITOX-BERICHT 2024 - Workbook Drogen) lag der Anteil der Jugendlichen, die in den letzten 30 Tagen vor Durchführung der Befragung mindestens einmal Cannabis konsumiert haben, bei 15,4 % (männliche Jugendliche 17,5 %, weibliche Jugendliche 12,7 %) und damit leicht über dem Wert der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Allgemeinbevölkerung (12 %). Problematischer Konsum wurde für 1,6 % der Befragten festgestellt. Nach Cannabis werden unter den 12- bis 17-Jährigen am häufigsten Ecstasy (0,5 %), Amphetamine und psychoaktive Pflanzen (jeweils 0,3 %) sowie LSD und Kokain (jeweils 0,2 %) konsumiert. Damit ist der Konsum illegaler Drogen zwar weniger häufig, aber dennoch vorhanden. Studien des Deutschen Jugendinstituts zeigen zudem, dass etwa 30 % der Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 Jahren regelmäßig Alkohol konsumieren und rund 70 % der Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren zumindest schon einmal Alkohol probiert haben (Stand 2022). Allerdings konsumieren nicht alle Jugendlichen problematisch – viele gehen auch verantwortungsvoll mit Substanzen um.
Drogenmissbrauch erkennen
Schülerinnen und Schüler, die einen problematischen Umgang mit Drogen entwickeln, können Sie oftmals an verschiedenen Anzeichen erkennen, wie beispielsweise:
- veränderte Motorik und verändertes Ausdrucksverhalten
- Wesensänderung (z. B. Gereiztheit, Aggressivität, Verschlossenheit, Unruhe, Depressivität)
- mangelnde Körperpflege und Geruch nach Alkohol oder Cannabis
- Konzentrationsprobleme
- Müdigkeit oder auffällige Erschöpfung
- Konflikte mit Mitschülern oder Lehrkräften
Bei Verdacht helfen
Früherkennung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, die möglicherweise Probleme mit Alkohol oder anderen Drogen haben, sind das A und O. Wenn Sie den Verdacht haben, dass einer Ihrer Schülerinnen oder Schüler Drogenprobleme hat, ist es wichtig, behutsam und professionell vorzugehen. Hier sind einige Tipps:
- Beobachtung und Sensibilität: Achten Sie auf Anzeichen wie ungewöhnliche Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder verändertes Sozialverhalten.
- Vertrauensvolle Gesprächsführung: Wenn Sie den Verdacht haben, sprechen Sie das Thema behutsam und vertraulich an. Zeigen Sie Verständnis, ohne sofort zu verurteilen.
- Frühzeitige Beratung: Bieten Sie dem Schüler oder der Schülerin die Möglichkeit, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Oft ist es hilfreich, das Gespräch mit den Eltern oder Schulsozialarbeitern abzustimmen.
- Kooperation mit Fachstellen: Holen Sie sich Hilfe. Schulen haben oft Zugang zu Beratungsstellen, Suchtberatungen oder Jugendämtern, die professionelle Unterstützung bieten.
- Schulinterne Richtlinien beachten: Erkundigen Sie sich nach den Prozessen an Ihrer Schule. Viele Schulen haben festgelegte Verfahren im Umgang mit solchen Fällen.
Anlaufstellen und Unterstützung
Wenn Sie als Lehrkraft zusätzlich Unterstützung suchen möchten, stehen Ihnen in Deutschland zahlreiche Anlaufstellen zur Seite:
- Schulsozialarbeiter/Schulpsychologen: Viele Schulen verfügen über Schulsozialarbeiter oder Schulpsychologen, die bei Problemen mit Drogenkonsum vor Ort beraten und vermitteln können.
- Suchtberatungsstellen: In Deutschland gibt es landesweite Beratungsstellen, z.B. die „Drogenhilfe “ oder „Jugend- und Drogenberatung“, die anonym und kostenlos Unterstützung bieten.
- Telefonische Hotlines: Die „Nummer gegen Kummer“ (116 111) oder die „Bundesweite Sucht & Drogen Hotline“ (01806 313031) bieten schnelle Hilfe.
- Jugendberatungsstellen: Örtlich ansässige Stellen bieten Beratung und Unterstützung für Jugendliche und Eltern.
- Ärzte und Psychotherapeuten: Bei schwerwiegenden Problemen ist eine individuelle medizinische oder psychotherapeutische Behandlung ratsam.
Viele Jugendliche können nicht ausreichend gut sprechen, lesen und schreiben. Um dieser Herausforderung im schulischen Alltag zu begegnen, wurde an der Berufsschule für Mode und Gestaltung Zürich das Projekt „SprachVermögen“ gestartet. Es macht die Förderung der sprachlichen Kompetenzen der Jugendlichen zur Aufgabe aller Fächer. Das Modell wäre nicht erfolgreich, wenn es nicht durch die Schulleitung strategisch gesteuert, kontinuierlich begleitet und institutionell abgesichert wäre, wie eine Evaluation zeigt. Die Förderung der Sprachkompetenzen Jugendlicher wird mit der Nutzung von KI noch dringlicher werden.
Sprachliche Kompetenzen sind eine Schlüsselvoraussetzung für fachliches Lernen, berufliche Integration und gesellschaftliche Teilhabe. Dies gilt insbesondere im berufsbildenden Bereich, wo das Verständnis komplexer Fachtexte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung beruflicher Handlungskompetenzen spielt. Seit den PISA-Studien der frühen 2000er-Jahre wird diesem Zusammenhang in der Bildungsforschung verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt (vgl. Heine et al. 2023, 140; Becker-Mrotzek et al. 2013, 10–13; OECD 2023, 52; PISA 2022, 99).
Dennoch verfügt ein erheblicher Teil der Jugendlichen in der Schweiz nicht über die nötigen Lesekompetenzen. Laut PISA 2022 erreicht jede vierte 15-jährige Person nicht das von der OECD definierte Mindestniveau. Besonders betroffen sind Jugendliche mit Migrationshintergrund (vgl. PISA 2022, 99), die auch an der Berufsschule für Mode und Gestaltung Zürich (BSMG) einen großen Teil der Lernenden darstellen (Sander 2025).
Dieser Missstand wird durch strukturelle Veränderungen im Unterricht verschärft. So sind mit der Digitalisierung und Konzepten wie „Bring Your Own Device“ die Unterrichtsmaterialien zunehmend digital. Studien zeigen jedoch, dass digitale Texte besondere Anforderungen an die Lesekompetenz stellen und bei Lernenden häufig zu oberflächlichem Lesen führen (vgl. Heine et al. 2023, 142-143; Brägger & Garbe 2024, 8-9; Philipp 2020, 9-10). Auch Lehrpersonen der BSMG berichten, dass Lernende zwar technisch lesen können, aber den Inhalt oft nicht verstehen – vor allem bei längeren oder strukturell anspruchsvollen Fachtexten (Sander 2025).
Defizite und Erschwernisse
Das Projekt „SprachVermögen“ nimmt diese Probleme in den Blick. Es soll dazu beitragen, die Kompetenzen der Lernenden im Sprechen, Lesen und Schreiben systematisch zu stärken. Es berücksichtigt dabei, dass die Lernenden ganz unterschiedliche Fähigkeiten besitzen, was es erschwert, eine individuelle Förderung und gleichzeitig ein gemeinsames, produktives Arbeiten zu realisieren. Diese Unterschiede prägen den Berufsalltag an der BSMG. Viele Lernende wachsen zwar mehrsprachig auf und verfügen ein ausgeprägtes Sprachbewusstsein, das sich im Unterricht nutzen lässt, etwa durch Sprachvergleiche oder flexible Bedeutungszuweisungen. Gleichzeitig aber hat ein Teil dieser Lernenden Schwierigkeiten im Umgang mit komplexen Satzstrukturen, fachsprachlichen Begriffen oder bei der Übertragung schriftlich vermittelter Informationen auf konkrete Handlungen. So können viele Lernende zentrale Informationen eines Fachtextes zwar identifizieren. Sie haben aber Mühe, mehrgliedrige Satzgefüge korrekt zu erschließen oder aus schriftlichen Arbeitsaufträgen die erforderlichen Handlungsschritte abzuleiten. Die Masterarbeit von Sander (2025) zeigte, dass die Schwierigkeiten – gemäß Angaben von den Lehrpersonen – nicht nur in der Lesegenauigkeit liegen, sondern vor allem im Verstehen (und in der Folge im Zusammenfassen, Strukturieren und Anwenden).
Eine weitere Herausforderung ergibt sich schließlich durch die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) (Philipp 2015, 24; Philipp 2020, 14; Kasneci et al. 2023). Die KI birgt zwar erhebliches Potenzial, sie ist aber in hohem Masse von den sprachlichen Kompetenzen der Nutzenden abhängig. Es gilt: Je differenzierter Aufträge verstanden, formuliert und sprachlich strukturiert werden können, desto zielgerichteter fällt auch der KI-Output aus. Fehlt hingegen eine klare Vorstellung des Arbeitsauftrags, bleibt das Ergebnis häufig oberflächlich oder sachlich unzutreffend. So stellen digitale Werkzeuge erhöhte Anforderungen an sprachliche Kompetenzen und machen sie nicht unwichtiger (vgl. Philipp 2020, 9-10/14). Auch die Digitalisierung und deren Entwicklungen verlangen also, dass die Grundlagen des Sprechens, Lesens und Schreibens systematisch gefestigt werden (vgl. Kasneci et al. 2023).
Fehlende Umsetzungen in der Praxis
Trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse über wirksame Sprachförderung fehlt es in der Schulpraxis an Umsetzungen. Die Forschung beschreibt dieses Phänomen als „research-to-practice gap“ (vgl. Philipp & Souvignier 2016, 9, 13–14). Die Ursachen dafür liegen unter anderem in der mangelnden Alltagstauglichkeit vieler Konzepte, fehlender institutioneller Verankerung und unzureichender kollegialer Zusammenarbeit (vgl. Cook et al. 2019, 929; Zlatkin-Troitschanskaia et al. 2016, 73). Auch an der BSMG konnten sich Sprachförderprojekte nicht durchsetzen, da sie isoliert umgesetzt waren und eine begrenzte Reichweite hatten. Zudem waren Fachunterricht und Sprachbildung in der Berufsbildung selten miteinander verbunden (vgl. Buchmann et al 2024; Sander 2025): Sprachliche Unterstützung erfolgte häufig intuitiv und situativ, aber nicht fächerübergreifend oder strategisch. Daher betont das Konzept zu „SprachVermögen“, dass Sprachförderung in allen Fächern möglich und notwendig ist – selbst in Fächern wie Sport, wo wichtige Sprachkompetenzen etwa beim Erklären von Regeln vermittelt werden (vgl. Bosshard & Schlatter 2025). Ein Umdenken ist notwendig, um die Sprachförderung im Fachunterricht zu reflektieren und Potenziale systematischer auszuschöpfen.
Projektentstehung
Vor diesem Hintergrund entschied die Schule 2020, ein neues Sprachförderkonzept zu entwickeln. Ziel war eine fächerübergreifende, professionssensible Sprachförderung, die nicht als Zusatz, sondern als integraler Bestandteil des regulären Unterrichts verstanden wird (Buchmann et al., 2024). Das Kernteam setzte sich aus Lehrpersonen verschiedener Fachrichtungen zusammen (ABU, Berufskunde, DaZ und Sport). Von Beginn an war klar, dass sich Sprachförderung nur dann nachhaltig entfalten kann, wenn sie fächerübergreifend, pragmatisch und alltagstauglich umgesetzt wird.
Die Arbeit erfolgte in drei Etappen: zunächst im Bereich Sprechen, danach Lesen und schließlich Schreiben. Alle Kompetenzbereiche wurden in Erprobungsphasen im Unterricht getestet. Dabei entstanden gemeinsame, fachspezifische Unterrichtsmaterialien sowie verbindliche Strategien. Im Bereich Lesen wurde die Lesekompetenz „vier Leseschritte“ als fächerübergreifende Strategie festgelegt; dazu wurde für jedes Schulzimmer ein eigenes Plakat erstellt.
Im Kompetenzbereich Lesen zeigte sich insbesondere der Bedarf nach einer gemeinsamen Struktur, um Fachtexte für Lernende zugänglicher zu machen. Das Projektteam entschied sich für die Lesestrategie „vier Leseschritte“ (vgl. Lindauer et al., 2013, S. 17–19), da sie eine klare und strukturierte Herangehensweise an Sachtexte ermöglicht und die Lernenden dabei unterstützt, Informationen gezielt zu erfassen, zu deuten und fachlich einzuordnen. Mit dieser Entscheidung machte die BSMG einen wichtigen Schritt hin zu einer systematischen Sprachförderung. Die Umsetzung wurde durch schulinterne Weiterbildungen, fächerübergreifende Materialien und ein gemeinsames Commitment aller Fachgruppen getragen. Heute ist die Strategie im gesamten Schulhaus sichtbar verankert und wird in unterschiedlichen Fächern angewendet.
Organisatorische Einbettung – ein entscheidender Erfolgsfaktor
Damit Sprachförderung nicht als Zusatzbelastung empfunden wird, wurde das Projekt „SprachVermögen“ in bestehende Strukturen eingebettet. Weiterbildungen fanden im Rahmen regulärer schulinterner Formate statt, Materialien wurden über die Fachgruppen verteilt und ein Kernteam aus Lehrpersonen verschiedener Fachrichtungen fungierte als Multiplikatorinnen. So sollte sichergestellt werden, dass Sprachförderung Teil des regulären Unterrichts bleibt – und nicht zur Sonderaufgabe einzelner Engagierter wird.
Ein zentrales Element der organisatorischen Verankerung von „SprachVermögen“ bildet zudem das Teamteaching, das zur sprachlichen Unterstützung heterogener Lerngruppen eingesetzt wurde. Besonders wirksam ist Teamteaching dort, wo Klassen sehr heterogen zusammengesetzt sind. Dann stellen mehrere Lehrpersonen sicher, dass Lernstrategien in einer ruhigen Atmosphäre eingeübt werden können und individuelle sprachliche Unterstützungsbedürfnisse sich besser auffangen lassen.
Aus dem Projekt „SprachVermögen“ heraus entstand schließlich eine schulinterne Fachstelle für Sprache. Sie koordiniert Weiterbildungen, begleitet Fachgruppen bei der Entwicklung sprachsensibler Unterrichtssequenzen, pflegt den Austausch mit Berufsfachschulen und den Pädagogischen Hochschulen und beobachtet aktuelle Entwicklungen, etwa die zunehmende Bedeutung von KI bei Schreibaufträgen. Die Fachstelle stellt auch sicher, dass Neuerungen fest verankert sind und bleiben. Andere Kantone zeigen auch daran Interesse; die BSMG bietet jederzeit einen offenen Austausch an.
Erfahrungen und Grenzen
Die Evaluation im Rahmen der Masterarbeit von Sander (2025) zeigt, dass die Lehrpersonen die vier Leseschritte verständlich, realisierbar und gut mit Fachinhalten kombinierbar finden. Besonders effektiv sind Visualisierungen, die eine Orientierung für geübte und weniger geübte Lesende bringen.
Trotzdem variiert die Umsetzung im Unterricht stark; einige Lehrpersonen nutzen die Leseschritte regelmäßig, andere nur punktuell, weil die Zeit knapp ist und der Druck groß, Inhalte „durchzubringen“. Organisatorische Hürden ergeben sich zudem daraus, dass nicht alle Fachbereiche die gleichen Texte nutzen und nicht jeder Unterricht gleich viel Raum für sprachliche Vertiefungen bietet. Ebenso sind die zeitlichen und finanziellen Ressourcen begrenzt, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung zusätzlicher didaktischer Materialien (z.B. sprachsensibel aufbereitete Fachtexte oder Aufgabenformate) oder die Durchführung ergänzender Begleitangebote (vorbereitete Förderlektionen im Teamteaching oder schulinterner Weiterbildungen).
Fazit
Die BSMG hat in den vergangenen Jahren das umfassende Sprachförderprojekt „SprachVermögen“ aufgebaut, das die Kompetenzen Sprechen, Lesen und Schreiben systematisch stärkt. In Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten wurden unter anderem die Lesestrategie „vier Leseschritte“ (vgl. Lindauer et al. 2013, 17-19) als alltagstaugliches Instrument entwickelt und in allen Fachrichtungen eingeführt.
Die an Projekt anschließende Masterarbeit von Tina Sander zeigt, dass die Lehrpersonen der Lesestrategie grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Gleichzeitig wird deutlich, dass ihre Anwendung im Unterricht unterschiedlich ausfällt. Als zentrale Herausforderungen nennen die Lehrpersonen vor allem Zeitdruck, heterogene Lernvoraussetzungen und organisatorische Rahmenbedingungen. Dies zeigt, dass die nachhaltige Umsetzung der Leseschritte weniger von den Materialien selbst abhängt als von strukturellen Voraussetzungen. Genannt werden insbesondere eine noch unzureichende curriculare Einbindung, begrenzte zeitliche und personelle Ressourcen sowie fehlende prozessbegleitende Unterstützung (Sander 2025). Diese Befunde decken sich mit schulentwicklungsbezogenen Modellen, die betonen, dass Innovationen nur dann nachhaltig greifen, wenn sie strategisch gesteuert, kontinuierlich begleitet und institutionell abgesichert werden (vgl. Berkemeyer et al. 2015, 88; Thillmann et al. 2015, 314). So kann auch die Fachstelle Sprache ihre Wirkung nur entfalten, wenn das Kollegium deren Strategie mitträgt und sie in der Praxis als handhabbar erlebt (vgl. Sander 2025).
Autorinnen
Tina Sander
Tina Sander ist Berufsfachschullehrerin ABU, DaZ-Lehrperson an der Berufsschule Mode und Gestaltung Zürich und Gastdozentin an der Pädagogischen Hochschule Zürich.
Sandra Buchmann
Sandra Buchmann ist DaZ-Lehrperson (Deutsch als Zweitsprache) an der Berufsschule Mode und Gestaltung Zürich und Dozentin und Lehrgangsleiterin CAS Sprachprofi an der Pädagogischen Hochschule Zürich.
Literatur
- Anastasiades, Silvia, Nadine Andeer, Eswald Eggimann und Michelle Frauenfelder. 2017. Konzept Vorlehre der Berufsschule Mode und Gestaltung.
Becker-Mrotzek, Michael. 2013. Lesekompetenz und Fachlernen: Herausforderungen für die Bildungsforschung. In: Unterrichtswissenschaft, 41(4), 287–304. - Berkemeyer, Nils, Bos, Wilfried, Järvinen, Hanna, Manitius, Veronika und van Holt, Nils. 2015. Innovation durch selbstorganisierte Intervention: Konzeptionelle Grundlagen und empirische Befunde zur Einführung innovativer Lernumgebungen in Schulen. Münster: Waxmann.
Bosshard, M . & Schlatter, R. (2025). „SprachVermögen“. Förderung in allen Fächern. Schulblatt Kanton Zürich Bildungsdirektion, Projektunterricht, Der Weg ist das Ziel, 1, 38-39. - Brägger, Gerold u. Garbe Christine. 2024. „Schlüsselkompetenz Lesen.“ Pädagogik 76 (5): 6–12.
- Buchmann, S., Allimann, J. & Sander, T. (2024). Sprachförderprojekt „SprachVermögen“, BCH-Folio, 5, 16-18.
- Cook, Clayton R., Lyon, Aaron R., Locke, Jill, Waltz, Thomas u. Powell, Byron J. 2019. Adapting a Compilation of Implementation Strategies to Advance School-Based Implementation Research and Practice. Prevention Science, 20(6), 914–935.
- Heine, Jörg-Henrik; Heinle, Martina; Hahnel, Carolin; Lewalter-Manhart, Doris und Becker-Mrotzek, Michael. 2023. Lesekompetenz in PISA 2022: Ergebnisse, Veränderungen und Perspektiven. In PISA 2022: Analyse der Bildungsergebnisse in Deutschland, herausgegeben von Doris Lewalter, Joachim Diedrich, Frank Goldhammer, Olaf Köller und Knut Reiss, 139–162. Münster: Waxmann.
- Kasneci, Enkelejda; Sessler, Kathrin; Küchemann, Stefan; Bannert, Maria; Dementieva, Daryna; Fischer, Frank; Gasser, Urs; Groh, Georg; Günnemann, Stephan; Hüllermeier, Eyke; Krusche, Stephan; Kutyniok, Gitta; Michaeli, Tilman; Nerdel, Claudia; Pfeffer, Jürgen; Poquet, Oleksandra; Sailer, Michael; Schmidt, Albrecht; Seidel, Tina; Stadler, Matthias; Weller, Jochen; Kuhn, Jochen; Kasneci, Gjergji. 2023. ChatGPT for Good? On Opportunities and Challenges of Large Language Models for Education. Position Paper.
- Lindauer, Thomas, Claudia Schmellentin Britz, Anne Beerenwinkel, Claudia Hefti Christ, und Julienne Furger. 2013. Fachlernen und Sprache: Sprachbewusst unterrichten. Eine Unterrichtshilfe für den Fachunterricht.
- Nodari, Claudio. 2005. Fachtexte verstehen. Trainingsprogramm. Zürich: Baugewerbliche Berufsschule Zürich und Berufsschule Mode und Gestaltung Zürich.
- OECD. 2023. PISA 2022 Ergebnisse: Kompetenzen für eine sich verändernde Welt. Paris: OECD Publishing.
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- Philipp, Maik. 2020. Leseunterricht 4.0: Vier lesedidaktische Handlungsfelder des digitalen Lesens. Der Deutschunterricht, 4/2020.
- Philipp, Maik u. Souvignier, Elmar (Hrsg.). 2016. Implementation von Lesefördermassnahmen – Perspektiven auf Gelingensbedingungen und Hindernisse. Münster: Waxmann.
- Philipp, Maik. 2015. Lesestrategien. Bedeutung, Formen und Vermittlung. Beltz.
- PISA. 2022. Die Schweiz im Fokus. Bildungsmonitoring Schweiz. Bericht im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) im Rahmen des Bildungsmonitorings.
- Sander, Tina (2025). Umsetzungsstand der fächerübergreifenden Implementierung der Lesestrategie „4 Leseschritte“ an der BSMG. Masterarbeit.
- Thillmann, K., Bach, A., Wurster, u. Thiel, F. 2015. School-Based Staff Development in Two Federal States in Germany. Formal und inhaltlich überarbeitete Version der Originalveröffentlichung in: International Journal of Educational Management, 29(6), 714–734.
- Wyss, Monika. 2012. Schreiben im Fokus. Mitarbeit: Silvia Anastasiades, Andrea Keller, Sabine Meyer. Zürich: Berufsschule Mode und Gestaltung.
Zlatkin-Troitschanskaia, Olga, Manuel Förster, Daja Preusse und Olga Mater. 2016. The Relationship Between Teachers’ Evidence-Based Actions and Communication, Cooperation, and Participation Structures at Schools. Journal for Educational Research Online (JERO), 8(3), 59–79.
https://doi.org/10.64829/14659
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Zitiervorschlag: Sander, T. & Buchmann, S. (2026). Wie ein gemeinsamer Blick aufs Lesen die Berufsbildung stärkt. Transfer. Berufsbildung in Forschung und Praxis 11 (2).
Wir haben die Rechtschreibung ans Deutsche angepasst.
Erasmus+ Berufsbildung
Ziele
Der Lehrgang betrifft das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ für den Bereich Erasmus+ Berufsbildung – Durchführung von Projekten im Rahmen der Leitaktion 1.
Er richtet sich an projektverantwortliche Lehrkräfte beruflicher Schulen, die entweder bereits im Rahmen der Akkreditierung oder als Kurzzeitprojekt Mobilitäten durchführen oder sich in die Thematik einarbeiten wollen.
Inhalt
Der Lehrgang bietet Hilfestellungen zu allen Aspekten der Projektumsetzung, wie
- der Auswahl von Teilnehmenden,
- den Abrechnungsmodalitäten,
- dem Erstellen der verbindlichen Dokumente,
- der Arbeit mit dem "Beneficiary Module",
- "Europass"
- sowie zur Öffentlichkeitsarbeit.
Methoden
Neben der Vermittlung von allgemeinen Informationen erhalten die Lehrgangsteilnehmenden die Möglichkeit, individuell an ihrem Projekt und dessen Umsetzung zu arbeiten.
Besondere Hinweise
Bitte beachten Sie, dass der Lehrgang ausschließlich an Lehrkräfte berufsbildender Schulen gerichtet ist (Wirtschaftsschulen, FOSBOS, Berufsschulen). Für Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen werden separate Lehrgänge angeboten (Erasmus+ Schulbildung).
Leitung
Kerstin Auer
Anmeldung
Anmeldeschluss: 13.05.2026
Eigenbeitrag für
- staatliche bayerische Teilnehmer: 0,00 €
- sonstige Teilnehmer: 143,00 €
Bewerbung über FIBS
Diese Fortbildung soll einen theoretischen und praktischen Einblick in die technologische Produktion verschiedener Joghurtsorten sowie der labortechnischen Überwachung des Herstellungsprozesses und der Qualitätskriterien geben. Die Teilnehmenden werden maßgebliche chemische, mikrobiologische und sensorische Untersuchungsverfahren in der Joghurtherstellung durchführen und deren Bedeutung für die Produktion und die Qualität kennenlernen.
Referierende: Frau Adamski
Zur Anmeldung gehen Sie bitte auf die Website Formix und geben Sie als Suchwort die Veranstaltungsnummer BLP0047 ein.
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