Die Workshops vor Ort bieten jungen Menschen an Berufsschulen die Möglichkeit, sich mit den Ursachen und Folgen der Klimakrise zu beschäftigen und Wege in eine gute Zukunft für alle kennenzulernen. Dabei wird gemeinsam erarbeitet, wie die Schülerinnen und Schüler in ihrem Beruf zu einem Wandel beitragen können.
Die Inhalte der Workshops können an den zeitlichen Rahmen, an die Ausbildungsrichtung und an die Wünsche der Berufsschulen angepasst werden. Den Berufsschulen entstehen keine Kosten für die Workshops, da das Projekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird.
Welche Aufgaben haben die Lehrkräfte?
Die Lehrkräfte stimmen mit dem Projektteam den organisatorischen Rahmen und die inhaltlichen Schwerpunkte ab. Gemeinsam wird überlegt, welche praktischen Klimaschutzaktionen an der Berufsschule umgesetzt werden könnten. Die Vorbereitung und Durchführung der Klimaworkshops liegt bei dem Projektteam von KlimaAUSbildung. Im Anschluss an die Klimaworkshops geben die Lehrkräfte Feedback.
Gewinnspiel KlimAzubis-Challenge
Außerdem können Berufsschulen mit ihren Klimaschutzaktionen bei der KlimAzubis-Challenge teilnehmen und 1500 € gewinnen. Bewerben können sich alle Aktionen, die zwischen dem 1. Juni 2024 und 15. Februar 2025 stattgefunden haben und stattfinden. Alle teilnehmenden Berufsschulen und Personen erhalten eine besondere Urkunde mit einer kleinen Überraschung. Interessierte Schulen können hier ihre Klimaschutzaktionen einreichen.
Elektrifizierung und Digitalisierung werden in den kommenden Jahren zu einem tiefgreifenden technologischen Wandel im Kfz-Gewerbe führen. Dieser Transformationsprozess verändert die Kompetenzanforderungen an die Beschäftigten, wovon insbesondere auch der Ausbildungsberuf des Kfz-Mechatronikers betroffen sein wird. In drei 60-minütigen Webinaren unseres Verbandes des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg haben wir interessierte Lehrkräfte an beruflichen Schulen für den anstehenden Transformationsprozess sensibilisiert.
Hauptgeschäftsführer Carsten Beuß informierte anhand der Studie „Beschäftigungseffekte Kfz-Gewerbe 2030/2040“ des Fraunhofer IAO sowie des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA), die unter Beteiligung unseres Verbandes, der IG Metall und der e-mobil BW sowie mit Fördermitteln des Landes entstanden ist, über die Auswirkungen auf Ausbildung und Beschäftigung sowie die Unternehmensstrukturen und Geschäftsmodelle im Bereich der fahrzeugtechnischen Berufe. Die zunehmende Fahrzeugdigitalisierung, die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, die Elektrifizierung des Antriebstrangs und veränderte Vertriebsmodelle sind hauptverantwortlich für den Wandel im Kfz-Gewerbe und müssen stärker in den Fokus von Kfz-Betrieben und Berufsschulen rücken, um zukünftige Fachkräfte auf die Entwicklung vorzubereiten, sich diesen anzupassen und Chancen bestmöglich für sich zu nutzen.
Anschließend gab Roland Blind, Referent für Berufsbildung, den Lehrkräften Informationen zum Stand des Neuordnungsverfahrens in der Berufsausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Blind erläuterte die Zusammenarbeit in den Arbeitskreisen unter Berücksichtigung der derzeitigen und zukünftigen Qualifikationen und gab den Lehrkräften eine mögliche Aussicht auf bevorstehende Veränderungen. Abschließend warb er bei den Lehrkräften noch für die Durchführung der digitalen gestreckten Abschlussprüfung im Teil 1, welche in Baden-Württemberg bereits seit 2020 erfolgreich durchgeführt wird.
Das Projekt MOERFI widmet sich bildungsbereichsübergreifend der Vernetzung und Sichtbarmachung digitaler Bildungsinfrastrukturen aus Schule, Hochschule und Berufsbildung, die offene Bildungsressourcen (OER) fördern. Zu diesem Zweck werden Veranstaltungen zur Demonstration von Lösungsansätzen und der Identifikation bestehender Lücken der Bildungsinfrastrukturen durchgeführt (Demo-Tage) sowie Bildungsinfrastrukturen unter Anbindung an die OER World Map (Mapping) visualisiert.
Das Projekt MOERFI wird vom Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) als Projektleitung und dem FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht gGmbH als Projektpartner durchgeführt. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der OER-(Open Educational Resources)-Strategie gefördert und läuft vom 01.12.2024 – 01.01.2027.
Ausgangspunkt und Zielsetzung:
In den letzten Jahren sind viele Plattformen und Tools entstanden, die teilweise wenig bekannt sind. Der Einblick in bereits bestehende Lösungen und solche, die sich in der Entwicklung befinden, sowie der Erfahrungsaustausch, die Vernetzung und das Arbeiten an ähnlich gelagerten Fragestellungen sind oft schwierig. Das gilt insbesondere über die Grenzen von Bildungsbereichen hinweg.
Genau hier setzt MOERFI an: Ziel ist es, bestehende und neue Infrastrukturen sichtbar zu machen, Akteurinnen und Akteure aus verschiedenen Bildungsbereichen im Sinne eines OER-Ökosystems zu vernetzen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. So können die Infrastrukturen weiterentwickelt und Lösungen für bestehende Herausforderungen gefunden werden. Weiterhin wird die Community über ihr Vorhandensein und ihre Weiterentwicklung informiert.
Durchführung:
Demo-Tage:
Das Vorhaben umfasst zum einen die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von drei bildungsbereichsübergreifenden Veranstaltungen, um praxisnah allen Beteiligten aus Schule, Hochschule und Berufsbildung Einblicke in Lösungsansätze bei der Entwicklung von Plattformen und Tools zu ermöglichen. Zur Vor- und Nachbereitung gibt es fünf Online-Workshops mit den Plattformbetreibern, die auf den Demo-Tagen ihre Projekte präsentieren.
Mapping:
Um die Transparenz von Bildungsinfrastrukturen zu verbessern, umfasst MOERFI zudem einen Beitrag, der auf eine bedarfsorientierte Erhebung und Darstellung wichtiger Infrastrukturinformationen abzielt und die Verbindung mit der OER World Map vorsieht. Dadurch soll ein Beitrag zur Interoperabilität und Konnektivität auf einem Weg hin zu möglichst medienbruchfreien Lehr- und Lernräumen (seamless learning) geleistet werden.
Ergebnis:
Im Ergebnis können Bedarfe im Feld interoperabler Infrastrukturen identifiziert werden, die weitere Maßnahmen im Kontext digitaler Bildung skizzieren sollen. Gleichzeitig wird die Vernetzung vorhandener Lösungen vorangebracht, um so OER besser in Prozesse und Strukturen der Bildungspraxis und Lehre zu integrieren und Open Educational Practices (OEP) zu unterstützen. Auch Lernende und Lehrende sollen darüber informiert werden, wie sie auf Services, Tools oder Projekte zugreifen können oder auch wie sie diese in ihre persönliche Lernumgebung einfügen können.
1. Demo-Tag
Unser erster Demo-Tag am 3. Juni 2025 beim FWU in Grünwald bei München steht unter dem Motto „Plattformen, Portale und Perspektiven“ und richtet sich an alle, die sich für offene Bildungsressourcen (OER) und die dazugehörigen Infrastrukturen interessieren. Neben Fachleuten können sich hier auch Lehrkräfte in verschiedenen Workshops über ihre Erfahrungen und Wünsche dazu austauschen.
Zum Programm und zur Anmeldung: https://www.vcrp-ecademy.de/veranstaltung/1-moerfi-demo-tag-plattformen-portale-und-perspektiven-auf-dem-weg-zu-einem-oer-oekosystem/
Dieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name der Urheberin soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Susanne Friz für FWU Institut für Film und Bild.
Am 6. August 2025 hat die Bundesregierung den Gesetzentwurf zur Einführung einer bundeseinheitlichen Pflegefachassistenzausbildung beschlossen. Durch das Gesetz soll die Ausbildung attraktiver und die Pflegeversorgung verbessert werden. Pflegefachassistenzpersonen sollen zukünftig vermehrt Aufgaben durchführen können, die heute noch teilweise von Pflegefachpersonen durchgeführt werden. Damit werden Pflegefachpersonen deutlich entlastet. Die Bundesländer wurden bei der Erarbeitung des Gesetzes einbezogen.
Mit dem Gesetz wird ein eigenständiges Berufsprofil für die Pflegefachassistenz geschaffen. Damit können künftig Pflegefachassistentinnen und -assistenten leichter in ein anderes Bundesland wechseln. Auch die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse wird erleichtert. Bislang waren die Pflegehilfe- und Pflegeassistenzausbildungen landesrechtlich geregelt.
Die wichtigsten Inhalte des Gesetzes:
- Einheitliche Ausbildung: Die neue bundesweite Pflegefachassistenzausbildung ersetzt die bisherigen 27 unterschiedlichen Landesregelungen.
- Die Ausbildung ist generalistisch ausgerichtet und umfasst Pflichteinsätze in den zentralen Versorgungsbereichen der stationären Langzeitpflege, ambulanten Langzeitpflege sowie stationären Akutpflege.
- Start der Ausbildung: Ab 1. Januar 2027.
- Dauer der Ausbildung: In der Regel 18 Monate in Vollzeit. Teilzeit und Verkürzungen sind möglich, insbesondere bei einschlägiger Berufserfahrung.
- Zugang: In der Regel mit Hauptschulabschluss, aber auch ohne formalen Abschluss bei positiver Prognose der Pflegeschule möglich.
- Vergütung: Alle Auszubildenden erhalten künftig eine angemessene Ausbildungsvergütung.
- Aufstiegsmöglichkeiten: Im Anschluss an die Ausbildung zur Pflegefachperson (auch verkürzt möglich) hat man die Option zum Pflegestudium.
- Anerkennung ausländischer Abschlüsse: Einheitliche Regelung mit Kenntnisprüfung oder Anpassungslehrgang statt umfassender Gleichwertigkeitsprüfung.
Für einen Ausbildungsstart im Jahr 2027 muss das Finanzierungsverfahren bereits 2026 beginnen.
Weitere Informationen zum Gesetzentwurf finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Förderprogramm „Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden“ (NIB) ins Leben gerufen. Es baut auf den Ergebnissen von Modellversuchen und Transferprojekten zu Beruflicher Bildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) auf, die seit 2001 beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführt wurden.
Drei Fördergegenstände sind geplant:
- Fördergegenstand 1: BBNE-Kompetenzen des ausbildenden Personals stärken
- Fördergegenstand 2: Etablierung von Angeboten in Weiterbildungseinrichtungen
- Fördergegenstand 3: Schaffung von BBNE-förderlichen Rahmenbedingungen
Das Programm startet in der ersten Hälfte des Jahres 2024 und wird vom BIBB fachlich begleitet. Das Hauptziel der neuen Förderung ist die Qualifizierung des ausbildenden Personals zu Themen der Nachhaltigkeit. Die geförderten Projekte sollen dazu beitragen, die Anforderungen der Standardberufsbildposition „Umweltschutz und Nachhaltigkeit” in der Ausbildung zu erfüllen. Der Fokus liegt dabei auf Ausbildungsberufen in Wirtschaft und öffentlichem Dienst. Geplant ist vor allem die Verbreitung und Weiterentwicklung gelungener Ansätze und Konzepte.
Beispiele für solche gelungenen Förderprojekte des vorangegangenen Förderschwerpunkts „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung im Transfer für Ausbildungspersonal 2020-2022“ finden Sie auf dieser Website. Bei den Modellversuchen wurden für mehrere Berufe Lehr- und Lernmaterialien entwickelt, die Sie auf dieser Website finden.
Wie sollen die BBNE-Kompetenzen des ausbildenden Personals gestärkt werden?
- Durch (Weiter-)Entwicklung und Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen
- Durch Kompetenzentwicklung im Rahmen von Innovations- und Transformationsprozessen
- Durch Kooperationen mit regionalen, berufs- oder branchenspezifischen Akteurinnen und Akteuren
Das NIB-Programm basiert auf mehreren Bausteinen:
- Förderung von Umsetzungsprojekten: Es werden Projekte zur Stärkung der nachhaltigkeitsbezogenen Kompetenzen des betrieblichen Ausbildungspersonals gefördert. Dies geschieht durch die Weiterentwicklung, Umsetzung und Verbreitung von BBNE-Qualifizierungsangeboten, die Qualifizierung von Weiterbildungsdozentinnen und -dozenten sowie die Stärkung von BBNE-Netzwerken zur Verbreitung von Good Practices.
- Förderung von Transformationsprojekten: Es werden Projekte gefördert, die innovative Qualifizierungsansätze entwickeln, um Betriebe bei den Herausforderungen der nachhaltigen Transformation zu unterstützen.
- Einrichtung einer Vernetzungsstelle: Eine Vernetzungsstelle wurde beim BIBB eingerichtet, um den Transfer der Programmergebnisse zu stärken und die Vernetzung mit Initiativen und Stakeholdern der Berufsbildung über eine serviceorientierte Webplattform zu initiieren.
Das NIB-Programm ist vom Europäischen Sozialfond Plus kofinanziert. Rund 43 Mio. Euro stehen bis 2027 für alle Förderbekanntmachungen zur Verfügung. Weitere Informationen zu NIB finden Sie auf dieser Website des BMBF und auf der Programm-Website vom BIBB.
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