Aufgaben bündeln mit Batching

Batching hilft dabei, ähnliche Aufgaben zusammenzufassen und häufige Wechsel zwischen unterschiedlichen Tätigkeiten zu vermeiden.
Vektordarstellung einer Frau am Schreibtisch mit Dokumentenstapeln, Laptop, Sanduhr und Kaffeetasse.
Batching bündelt ähnliche Aufgaben, reduziert den Wechsel zwischen Tätigkeiten und spart dadurch Zeit. © iStock / nadia_bormotova

Im Arbeitsalltag springen Lehrkräfte häufig zwischen Unterrichtsvorbereitung, E-Mails, Korrekturen, Materialsuche und organisatorischen Aufgaben hin und her. Beim Rotieren zwischen unterschiedlichen Tätigkeiten muss die Konzentration jeweils neu auf das aktuelle Vorhaben ausgerichtet werden. Das kostet vor allem Zeit und Aufmerksamkeit (Rubinstein, Meyer & Evans, 2001). Batching setzt genau hier an. 

Was steckt hinter Batching?

Beim Batching werden ähnliche Aufgaben gebündelt: Statt beispielsweise über den Tag verteilt immer wieder einzelne E-Mails zu beantworten, können mehrere E-Mails in einem festen Zeitblock bearbeitet werden. Das Gleiche gilt für Korrekturen, Materialrecherche oder organisatorische Aufgaben. Der Vorteil liegt vor allem darin, dass der Arbeitsablauf innerhalb eines Aufgabenblocks ähnlich bleibt. Dadurch muss seltener zwischen unterschiedlichen Tätigkeiten, Programmen oder Denkweisen gesprungen werden.

Woher kommt Batching?

Die Grundidee, ähnliche Arbeitsschritte zu bündeln, entstand im Taylorismus Anfang des 20. Jahrhunderts. Ziel war es, Arbeitsabläufe zu strukturieren sowie diese durch die Spezialisierung und Zusammenfassung von Arbeitsschritten effizienter zu gestalten. Später wurde das Prinzip auf die persönliche Arbeitsorganisation übertragen – insbesondere auf die gebündelte Bearbeitung ähnlicher Aufgaben.

Was bedeutet das für den Schulalltag?

Das Gruppieren von Aufgaben lässt sich gut bei regelmäßig anfallenden Tätigkeiten einsetzen. Beispielsweise können mehrere Arbeitsblätter hintereinander korrigiert, Materialien für mehrere Unterrichtsstunden gemeinsam recherchiert oder organisatorische Belange gesammelt erledigt werden. Auch die verschiedenen Kommunikationskanäle wie E-Mail, Telefon oder Messenger lassen sich zusammenlegen. Statt jede eingehende Nachricht sofort zu bearbeiten, kann es sinnvoll sein, dafür feste Zeiträume einzuplanen. 

Einfach in der Anwendung 

Batching beginnt mit einer einfachen Frage: Welche Aufgaben lassen sich zusammen abwickeln? Anschließend werden ähnliche Vorhaben zu einem Block zusammengefasst und ein passender Zeitraum dafür festgelegt. Dabei sollte berücksichtigt werden, wie viel Zeit tatsächlich zur Verfügung steht. Ein Aufgabenblock kann beispielsweise 30 Minuten für E-Mails oder einen längeren Zeitraum für Korrekturen umfassen.

Batching sinnvoll einsetzen

Nicht alles lässt sich bündeln. Unterricht, Gespräche, Konferenzen oder andere festgelegte Termine geben den Arbeitsablauf häufig vor. Auch sollten dringende Nachrichten oder wichtige kurzfristige Anliegen durch Batching nicht aufgeschoben werden. Entscheidend ist, wiederkehrende und ähnliche Tätigkeiten dort zusammenzufassen, wo dadurch unnötige Wechsel vermieden werden können. Das kann auch bei größeren Aufgaben sinnvoll sein, indem ähnliche Arbeitsschritte zusammengelegt werden. 

Gut kombinierbar mit anderen Methoden

Die Arbeitsorganisation mit Hilfe von Batching lässt sich gut mit anderen Zeitmanagement-Methoden verbinden. Die Eisenhower-Matrix hilft dabei, wichtige und dringende Aufgaben zu bestimmen. Das Pareto-Prinzip lenkt den Blick auf Aufgaben mit besonders großer Wirkung. Mit der ALPEN-Methode lassen sich Aufgaben sammeln, der Zeitbedarf einschätzen und Zeitpuffer einplanen. Die 1-3-5-Methode unterstützt dabei, die Aufgabenmenge für einen Tag zu begrenzen. Timeboxing schafft feste Zeitblöcke für die gebündelten Aufgaben, während Pomodoro bei der konzentrierten Bearbeitung unterstützen kann.

Als Anwendung installieren

Installieren Sie HubbS als App für ein besseres Nutzungserlebnis. Mehr erfahren.

Abbrechen
Autor
HubbS-Redaktion
Veröffentlicht
Veröffentlicht: