Heranwachsende auf ein selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Leben vorzubereiten, ist neben der fachlichen Ausbildung eine zentrale Aufgabe für Berufsschullehrkräfte. Bereits im September 2013 hat die Kultusministerkonferenz eine Empfehlung zur „Verbraucherbildung an Schulen“ beschlossen. Dort steht zum Beispiel, dass die Verbraucherbildung insbesondere in folgenden Bereichen eine Rolle spielt: Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht, nachhaltiger Konsum, Ernährung und Gesundheit sowie Medienkonsum.
Für Verbraucher und Verbraucherinnen wird die Welt stetig komplexer, sodass die Bedeutung des Verbraucherschutzes auch dementsprechend steigt. Allein im Medienbereich gibt es permanent neue Herausforderungen wie Datensicherheit und Datenschutz, Informationsbeschaffung und -bewertung, Urheberrechte, Mediennutzung, Fake News oder Hate Speech. Hier immer auf dem Laufenden zu sein, bedarf ein hohes Maß an Ressourcen für Lehrkräfte.
Wir geben Ihnen für jeden Bereich einen wertvollen Tipp, wie Sie Verbraucherbildung mit einfachen Mitteln an Ihrer Schule umsetzen können:
1. Digitalisierung
In der heutigen Zeit werden Jugendliche immer häufiger mit Fake-News konfrontiert. Fake News werden zur politischen Hetze und für Betrügereien wie Daten-Phishing eingesetzt. Mit diesem Check können Schülerinnen und Schüler die Verlässlichkeit einer Nachricht überprüfen:
- Quelle nach Autoren , Quellenangaben und Impressum überprüfen
- Faktenlage checken (z. B. Zitate, News auch auf anderen Kanälen)
- Bilder durch eine Rückwärts-Bildersuche prüfen
- Aktualität beachten
- Darstellung der Inhalte differenzieren (z. B. sachlich, reißerisch)
- Intention der Nachricht erörtern
- Gesamteindruck der Quelle bewerten
2. Finanzen
Das Verständnis wirtschaftlicher und finanzieller Prozesse ist für ein selbstbestimmtes Leben essenziell. Mit dem kostenlosen E-Book „Geld verstehen digital“ können Lehrkräfte das Thema ansprechend und schulgerecht im Unterricht aufgreifen.
3. Nachhaltigkeit
Wir leben noch immer in einer Wegwerfgesellschaft. Dabei haben gerade Jugendliche Spaß am Tüfteln und Schrauben. Dieses Interesse können Lehrkräfte nutzen und ein Repair Café in der Schule veranstalten. Im Repair Café können kaputte Sachen repariert werden oder eine neue Verwendung bekommen. Dabei hilft jeder jedem. Zu dieser Veranstaltung können auch Eltern und andere Familienmitglieder eingeladen werden.
4. Ernährung
Gesunde Ernährung in der Schule fördert nicht nur die Konzentration der Schülerinnen und Schüler, sondern beugt auch Gesundheitsprobleme vor. Viele Jugendliche haben jedoch keinen Bezug zu gesunder Ernährung. Daher bietet sich die Einführung von einem gesunden Frühstück im Klassenverband an. Dies kann wöchentlich oder monatlich geschehen. Im Vorfeld wird gemeinsam eine Einkaufsliste erstellt, nach der jeder Schüler und jede Schülerin Lebensmittel zum gesunden Frühstück mitbringt. Gerne kann auch der Schulgarten, die Mensa oder die Schulküche in das gesunde Frühstück einbezogen werden. Beim gemeinsamen Essen bietet es sich an, die Themen biologische Landwirtschaft, nachhaltige Warenketten und Konsum aufzugreifen.
Wenn Sie tiefer in die Verbraucherbildung einsteigen wollen, können Sie sich bei dem Verbraucherzentrale Bundesverband informieren. Mit seinem Netzwerk schafft er Lehrkräften die Möglichkeit zum kollaborativen Ausstauch. Außerdem bietet der Verband Onlinefortbildungen und Unterrichtsmaterial zu Verbraucherbildungsthemen an. Mit diesen Hilfestellungen können sich Kinder und Jugendliche besser in ihrem Konsumalltag zurechtfinden und die gesellschaftlichen Auswirkungen von Konsum reflektieren.
Schulen, die bereits erfolgreich Alltags- und Verbraucherkompetenzen an Schülerinnen und Schülern vermitteln, können sich von dem Verbraucherzentrale Bundesverband darüber hinaus als „Verbraucherschule“ auszeichnen lassen. Wer sich bis 30. September 2025 bewirbt, kann auch an den Angeboten des Netzwerkes teilhaben.
Gemeinsam die Zukunft der Bildung gestalten
Nach dem Jubiläum ist vor der Zukunft. Der #excitingedu Kongress 2025 war restlos ausverkauft. Zwei Tage lang wurde im Zeiss-Großplanetarium in Berlin intensiv diskutiert, inspiriert und vernetzt. Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulträger und Unternehmen aus der Bildungsbranche haben gezeigt, wie lebendig und zukunftsorientiert Bildung heute gestaltet werden kann.
Nach diesem Jubiläum ist nun das nächste Kapitel geplant:
Am 07. und 08. Oktober 2026 findet wieder #excitingedu Kongress in Berlin statt – mit neuen Themen, praxisnahen Formaten und viel Raum für Austausch, Inspiration und Zukunftsideen. In der besonderen Atmosphäre des Planetariums entstehen Impulse, die Mut machen, Bildung weiterzudenken und neue Wege zu gehen.
Teilnahme
- Ticket für Studierende sowie Referendarinnen und Referendare (Nachweis erforderlich, der beim Check-in vorzuzeigen ist): 59,00 Euro
- Frühbucherticket (bis zum 30.06. verfügbar): 79,00 Euro
- Frühbucherticket Schulträger (bis zum 30.06. verfügbar): 79,00 Euro
- Gruppenticket Kongress (5 Personen)
Gruppenticket für 5 Personen für einen Gesamtpreis von 345 Euro.
Die Tickets sind jeweils an beiden Kongresstagen gültig.
Der Kongress kann auch für einen Pädagogischen Tag genutzt werden. Interessierte können sich für ein individuelles Angebot und größere Gruppen per Mail bei Angelika Mathes unter a.mathes@klett-mex.de melden.
Hier geht es direkt zu den Kongresstickets.
Bei Elektrotechniklehrer Bernd Baisch möchte man gerne Unterricht haben, selbst wenn man keine Ahnung von Elektrotechnik hat. In seinem Vortrag stellte er einige seiner Methoden vor, um den Unterricht für Lehrkraft und Lernende gleichermaßen stressfrei und erfolgreich zu gestalten. So fragt er beispielsweise beim Aufrufen höflich, ob er die Schülerin oder den Schüler ansprechen darf. Und wenn er merkt, dass ein Schüler geistig ausgestiegen ist, bittet er ihn, allen zu erklären, bis wohin er noch mitgekommen ist. Dadurch werden auch andere mögliche Aussteiger wieder reingeholt und er als Lehrer weiß, an welcher Stelle er den Unterricht fortsetzen kann.
Gerne fragt Bernd Baisch auch zum Unterrichtsbeginn, ob alle arbeitsfähig sind. Stellt sich dann heraus, dass bei vielen noch die Müdigkeit überwiegt, kann mit kleinen Bewegungsübungen das Denken und der Humor aktiviert werden. Das werde sehr gut von den Jugendlichen angenommen, weil sie die Wirksamkeit merken.
Bei anspruchsvollen Themen wie dem E-Check muss man als Lehrkraft viele Informationen vermitteln. Um zu vermeiden, dass die Schüler bei langen Erklär-Passagen die Aufmerksamkeit verlieren, hat sich für Bernd Baisch die Methode „3 Minuten für euch“ gut bewährt. Dabei gibt er den Jugendlichen nach einer Vermittlungsphase die Möglichkeit, aufgekommene Fragen selbstständig in Partnerarbeit zu klären: Was ist mir noch unklar? Was ist neu? Was war der Fun Fact? Als Ergebnis formulieren die Schülerinnen und Schüler dann eine Klassenarbeitsfrage. So lernen sie die Perspektive des Lehrenden kennen und sind geistig dabei.
Lernende zu Lehrenden zu machen, kann auch bei Heterogenität in der Klasse helfen. Wenn einige Schülerinnen und Schüler schneller fertig sind, während andere noch grübeln, fragt Bernd Baisch gerne mal, ob sie nicht ihre Mitschüler unterstützen möchten. Das funktioniere in der Regel sehr gut.
Auch das Teilen der Verantwortung für die Richtigkeit des Unterrichts mit den Schülern habe sich bewährt. Bernd Baisch fordert von seinen Schülerinnen und Schülern ein, dass sie, wenn etwas falsch ist, alle die Aufgabe haben, das anzusprechen und richtig zu stellen. Dadurch werde auch das kritische Denken geschult.
Als Wissensspeicher und Strukturelement eignet sich Moodle sehr gut. Hier können die Schülerinnen und Schüler ihre Ich-kann-Listen befüllen sowie kollektiv Klassenarbeitsfragen eintragen und Begriffe der Elektrotechnik in einem Begriffsspeicher zum Nachschlagen sammeln. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Man könne mit diesem geballten Wissen auch eine Künstliche Intelligenz gut füttern.
Bernd Baisch hat seine Tipps für gelingenden Unterricht in Task Cards veröffentlicht, auf denen Sie die sechs Methoden und ihre Hintergründe noch etwas vertiefter kennenlernen können.
Lausitz – Bad Muskau/ Mužakow und Cottbus/ Chóśebuz
Anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens lädt die Deutsche UNESCO-Kommission gemeinsam mit dem Projektverbund „Erbe der Lausitz“ (UNESCO 5) zur Regionalkonferenz in die Lausitz ein.
Die Veranstaltung stellt das Kultur- und Naturerbe der Menschheit in den Mittelpunkt. Gemeinsam soll diskutiert werden, wie dieses Erbe bewahrt und an jüngere Generationen vermittelt werden kann, um verantwortungsvoll eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Sie findet als eine von drei bundesweiten Regionalkonferenzen und einer zentralen Festveranstaltung in Berlin im Rahmen des Jubiläumsjahrs der Deutschen UNESCO-Kommission statt.
Die Lausitz steht exemplarisch für einen Transformationsprozess, der auf gemeinschaftliche Verantwortung, langfristiges Denken und aktive Gestaltung setzt. Das Strukturwandelprojekt „Erbe der Lausitz“ verbindet UNESCO-Welterbe, UNESCO-Biosphärenreservate, einen UNESCO Global Geopark sowie das Immaterielle Kulturerbe der Lausitzer Sorben, um in einem zukunftsorientierten Ansatz die Identität der Lausitz zu stärken. Hier wird deutlich: Strukturwandel bedeutet nicht Bruch mit der Vergangenheit, sondern Weiterentwicklung vorhandenen Wissens, getragen von Bildung, Wissenschaft, regionaler Kompetenz und grenzüberschreitender Zusammenarbeit mit Polen.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Anmeldung
Hier gelangen Sie direkt zum Anmeldeformular.
Bitte melden Sie sich über das Anmeldeformular für die einzelnen Programmpunkte verbindlich an.
Anmeldeschluss: 30. März 2026
Detaillierter Programmablauf
TAG 1, 15. April 2026 – Workshops, Exkursionsangebot und Festveranstaltung
Part I, 15. April 2026: Workshops im UNESCO-Welterbe Muskauer Park / Park Mużakowski
Workshopzeit inkl. Mittagsimbiss: 10:00 bis 13:00 Uhr
Teilnahme: kostenfrei
Zielgruppe der Workshops: Studierende, Schüler*innen, Lehrkräfte, Sozialpädagog*innen, BNE-Akteur*innen, Vertreter*innen von UNESCO-Stätten, Vertreter*innen von Immateriellen Kulturerben, Kultur- und Bildungsakteur*innen
kostenfreier Shuttleservice nach Bad Muskau ab Cottbus (Abfahrtszeit 9:00 Uhr, Rückfahrt ab Bad Muskau nach Cottbus um 15:30 Uhr)
Der Tag beginnt im UNESCO-Welterbe Muskauer Park / Park Mużakowski mit zwei parallelen Workshops (Deutsch / Englisch). Gemeinsam mit Akteur*innen aus Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft wird diskutiert, wie Kultur- und Naturerbe aktiv zur Gestaltung des Strukturwandels beitragen kann.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung konkreter Ideen und Maßnahmen, wie das Lausitzer Erbe an kommende Generationen vermittelt und zukunftsfähig gestaltet werden kann. Der Workshop arbeitet mit Methoden der Zukunftswerkstatt und erarbeitet konkrete Handlungsempfehlungen für Politik, Bildung und Kultur.
Part II, 15. April 2026: Führung durch das deutsch/polnische UNESCO-Welterbe Muskauer Park / Park Mużakowski
Führungszeit: 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Teilnahme: kostenfrei
Sprachangebot: Deutsch und Englisch
Zielgruppe: Teilnehmer Workshop und Teilnehmer Abendveranstaltung
Hinweise zur Führung: Die Führung ist teilweise barrierearm (nicht vollständig barrierefrei), beinhaltet einen Grenzübertritt nach Polen und findet im Freien statt – bitte denken Sie an wetterangepasste Kleidung und festes Schuhwerk.
Erleben Sie bei einer Führung durch die transnationale UNESCO-Welterbestätte Muskauer Park / Park Mużakowski eines der bedeutendsten Werke europäischer Landschaftskunst. Gestaltet von Fürst Hermann von Pückler-Muskau verbindet die Parkgestaltung Natur, Architektur und weite Sichtachsen zu einem einzigartigen Landschaftsbild. Die Führung wird in deutscher und englischer Sprache angeboten und führt auch auf die polnische Seite des grenzüberschreitenden UNESCO-Welterbes.
Part III, 15. April 2026: Festveranstaltung in Cottbus / Chóśebuz
Zeit: 17:30 – 22:00 Uhr
Check-in mit Sektempfang und Infoständen: 17:30 Uhr bis 18:20 Uhr
Festveranstaltung mit Redebeiträgen und Podiumsdiskussionen: 18:30 Uhr bis ca. 20:45 Uhr
im Anschluss: Imbiss und Zeit für Austausch
Am Abend findet die Festveranstaltung mit geladenen Gästen aus der UNESCO-Familie, aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft statt. Cottbus / Chóśebuz als größte Stadt der Lausitz und zentraler Ort des Strukturwandels bildet dafür den passenden Rahmen: Hier verdichten sich die Fragen einer Region im Wandel und die Perspektiven, wie Kultur-, Natur- und Welterbe Orientierung und Zukunftsimpulse geben können.
Die Festveranstaltung bietet Raum für Austausch, Impulse und Diskussionen über die Rolle von Erbe für die Entwicklung der Lausitz. Das Programm umfasst einen Empfang, Grußworte und Impulse aus der UNESCO-Familie, zwei Podiumsdiskussionen zum Beitrag von Kultur- und Naturerbe im Strukturwandel sowie zu den Perspektiven jüngerer Generationen, ergänzt durch kulturelle Beiträge. Beim anschließenden Ausklang mit Imbiss besteht Gelegenheit für persönliche Gespräche und vertiefenden Austausch.
TAG 2, 16. April 2026 – Exkursionsangebote zu den Lausitzer UNESCO-Stätten und dem Immateriellen Kulturerbe der Sorben
Exkursionsangebot I: Geschichten einer Landschaft – Erbe zwischen Tagebau, verschwundenen Orten und UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald
Diese Exkursion zeigt, wie sich in der Lausitz Geschichte, Strukturwandel und kulturelles Erbe überlagern und wie aus Brüchen und Rückbesinnung auf Vergangenes neue Perspektiven für die Zukunft entstehen.
Exkursionszeit: 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Start/Ziel: Cottbus Hauptbahnhof
Sprachangebot: Deutsch
Teilnahme: kostenfrei
Mittagsimbiss: auf Selbstzahlerbasis
Hinweise zur Exkursion: Für diese Exkursion fahren Sie mit einem Shuttlebus ab und zurück nach Cottbus. Bitte beachten Sie, dass die Exkursion nicht barrierefrei ist und längere Aufenthalte im Freien beinhaltet; wir empfehlen daher wetterangepasste Kleidung und festes Schuhwerk.
Krasse Lausitz. Krasse Gegend! Diese Tagesexkursion führt durch eine Landschaft voller Brüche. Zwischen dem entstehenden Cottbuser Ostsee als sichtbares Zeichen der Rekultivierung ehemaliger Tagebaulandschaften, verschwundenen Orten und neu entstandenen Landschaften wird erlebbar, wie tiefgreifend der Energiehunger vergangener Jahrzehnte die Lausitz geprägt hat. Gleichzeitig erzählen Kultur, Brauchtum, Gemeinschaftsgefühl und die Sprache der Sorben von einer Region, die ihre Identität bewahrt und aus ihrer Geschichte neue Stärke entwickelt.
In der Außenstelle des UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald in Burg (Spreewald) wird sichtbar, wie das Erbe dieser einzigartigen Kulturlandschaft bewahrt und zugleich zukunftsorientiert weitergedacht wird. Die Zusammenarbeit zwischen der UNESCO-Stätte und der Lebenshilfe Cottbus zeigt hier beispielgebend, wie gelebte Inklusion, regionales Engagement und verantwortungsvolle Landschaftsentwicklung im wahrsten Sinne des Wortes Hand in Hand gehen.
Exkursionsangebot II: Geschichten einer Landschaft – Erbe zwischen Eiszeit, Industriekultur und Teichlandschaft
Diese Exkursion zeigt eindrucksvoll, wie sich in der Lausitz Eiszeitgeschichte, Industriekultur und lebendige Kulturlandschaften überlagern und wie aus diesem vielschichtigen Erbe neue Perspektiven für die Zukunft entstehen.
Exkursionszeit: 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Start/Ziel: Cottbus Hauptbahnhof
Sprachangebot: Deutsch
Teilnahme: kostenfrei
Mittagsimbiss: auf Selbstzahlerbasis
Hinweise zur Exkursion: Für diese Exkursion fahren Sie mit einem Shuttlebus ab und zurück nach Cottbus. Bitte beachten Sie, dass die Exkursion nicht barrierefrei ist und längere Aufenthalte im Freien sowie Wanderungen beinhaltet; wir empfehlen daher wetterangepasste Kleidung und festes Schuhwerk.
Diese Tagesexkursion führt zu den geologischen und landschaftlichen Ursprüngen der Lausitz. In den Drachenbergen im UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen / Łuk Mużakowa wird sichtbar, wie die Kräfte der Eiszeit die Landschaft formten: Auf dem rund vier Kilometer langen Geopfad begegnen Sie einer außergewöhnlich vielfältigen eiszeitlichen Landschaft, entdecken die Feuersteingrenze und erleben die höchste Erhebung des sächsischen Teils des Muskauer Faltenbogens.
Schon während der Fahrt durch die Lausitzer Landschaft begegnen Ihnen zahlreiche Zeitzeugen der Industriekultur. Sie erinnern daran, dass die Region nicht allein vom Kohlebergbau geprägt wurde: Auch die Gewinnung von Ton und die Glasherstellung haben die wirtschaftliche Entwicklung der Lausitz über viele Jahrzehnte mitbestimmt. Rekultivierte Tongruben, Herrenhäuser, gelbe Ziegeleigebäude und neue Landschaftsräume erzählen von dieser vielfältigen Industriegeschichte.
Im Anschluss führt die Route in das UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, dem größten Teichgebiet Mitteleuropas und zugleich ebenfalls ein Ergebnis der Eiszeitgeschichte. Bei einer Führung zu ausgewählten Teichen und einem Besuch im HAUS DER TAUSEND TEICHE wird erlebbar, wie über Jahrhunderte hinweg eine einzigartige Verbindung aus Natur, traditioneller Teichwirtschaft und nachhaltiger Nutzung entstanden ist.
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