Party, Prügel, Propaganda – Aktuelle Entwicklungen in rechtsextremen Jugendmilieus: Wie damit umgehen?

Kategorie
Konferenz
Zeit
bis 
Format
Online
Veranstalter
weitklick - Das Netzwerk für Digitale Medien- und Meinungsbildung

„Revolte-Strategie“ der Jungen Nationalisten

Seit Frühjahr 2024 formieren sich in Deutschland neue rechtsextreme Jugendstrukturen. Die Mobilisierungs- und Rekrutierungsstrategien zeichnen sich durch aktionsorientierte, niedrigschwellige und jugendorientierte Angebote aus, die gut sichtbar über soziale Medien und Messenger kommuniziert werden. Gleichzeitig gibt es relevante rechtsextreme offline Milieustrukturen im Familien-, Freundes-, und Sportbereich. Die Mobilisierung auf der Straße zeigt sich bei Gegenprotesten zu CSD-Demonstrationen, und teilweise bei gewalttätigen Angriffen auf politische Gegner.

Was steckt hinter der „Revolte-Strategie“ der Jungen Nationalisten, den dezentralen „TikTok-Divisionen“ und dem Active Club-Netzwerk? Ist hier ein „Kameradschaftsmodell 2.0“ entstanden? Und wie sollte darauf reagiert werden?

Die kostenfreie Online-Fortbildung gibt einen Überblick, wie Jugendliche mit demokratiegefährdenden und extremistischen Inhalten in Kontakt kommen. Die Veranstaltung bietet Raum für Fragen und stellt Möglichkeiten vor, das Gelernte in den Unterricht und die Bildungsarbeit zu transferieren.

Die Online-Fortbildung findet im Rahmen des Projekts Update Medienkompetenz - Lehrende fitmachen gegen Desinformation, Extremismus und Hate Speech statt – ein gemeinsames Projekt der gemeinnützigen Institutionen FSM e.V. und mediale pfade, gefördert im Rahmen von Demokratie leben! des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

Schwerpunkte

  • Medienwelten von Jugendlichen mit Schwerpunkt auf Informationen, Nachrichten und politische Meinungsbildung
  • Demokratiegefährdung durch Radikalisierung online
  • Impulse und Unterstützung für die Medienbildung aus dem Projekt „Update Medienkompetenz“

Referentinnen & Referenten

  • Alexander Ritzmann arbeitet seit über 25 Jahren zu den ThemenfeldernDas Bild zeigt Alexander Ritzmann, einen weißen Mann mit kurzen dunkelblonden Haaren mit dunkelblauen Hemd und Sakko.
    Demokratieförderung und der Prävention von gewaltorientiertem Extremismus und Terrorismus. Als Sachverständiger hat er unter anderem den Deutschen Bundestag, das Europäische Parlament und das U.S. House of Representatives beraten. Beim Counter Extremism Project (CEP) Berlin leitet Alexander Ritzmann den Arbeitsbereich Analyse und Strategien gegen gewaltorientierte rechtsextreme (transnationale) Netzwerke, offline und online. Zudem arbeitet er zu organisiertem gewaltorientiertem Antisemitismus, der Extremismus- und Terrorismusfinanzierung sowie der Internetregulierung (z.B. EU Digital Services Act), mit dem Fokus auf extremistische/terroristische und illegale Inhalte.
    Alexander Ritzmann berät den Knowledge Hub on Prevention of Radicalisation der Europäischen Kommission und ist Mitglied der dortigen „Ideologies and Conspiracy Narratives“ Arbeitsgruppe. Außerdem ist er Lehrbeauftragter für Terrorismus- und Extremismusfinanzierung an der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg und Mitglied des „European Expert Network on Terrorism Issues (EENeT)“ des Bundeskriminalamtes (BKA). Im Jahr 2000 hat Alexander Ritzmann ein Studium der Politikwissenschaft (Diplom) an der Freien Universität Berlin abgeschlossen.
  • Lidia de Reese (M.A.) studierte Kommunikations- und Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Medienpädagogik sowie Anglistik in Leipzig und Leeds. Sie ist stellvertretende Geschäftsführerin der FSM und leitet den Bereich Medienbildung. Zuvor arbeitete sie als Medienpädagogin bei der Kindersuchmaschine fragFINN.de sowie im Projekt- und Bildungsmanagement beim medienpädagogischen Fort- und Weiterbildungsinstitut BITS 21.

Teilnahme

Anmeldeschluss: 02.06.2026 

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Als Anwendung installieren

Installieren Sie HubbS als App für ein besseres Nutzungserlebnis. Mehr erfahren.

Abbrechen