Veranstaltungsreihe: „Demokratie gestalten – Demokratie verteidigen“
- Kategorie
- Sonstige Veranstaltung
- Zeit
-
bis
- Format
- Online
- Veranstalter
-
Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V.
Orientierung in unsicheren Zeiten
Mit der neuen bundesweiten Online-Reihe „Demokratie gestalten – Demokratie verteidigen“ bietet die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik ab Februar 2026 ein monatliches Austauschformat für Pädagoginnen und Pädagogen, Fachkräfte in der Demokratieförderung sowie Aktive aus Jugendarbeit, Bildung und Zivilgesellschaft. Die Reihe schafft Orientierung in unsicheren Zeiten, vermittelt aktuelles Fachwissen und stärkt die demokratische Praxis vor Ort.
In Inputs, Diskussionen und praxisnahen Sessions werden zentrale Herausforderungen der Demokratiebildung aufgegriffen – die Veranstaltungen verbinden Expertise aus Wissenschaft, Schule, Praxis und Zivilgesellschaft und bieten Raum für kollegialen Austausch, Vernetzung und konkrete Handlungsperspektiven.
Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau statt. Der Teilnehmendenbeitrag kann selbst gewählt werden. Alle Veranstaltungen können kostenfrei besucht werden. Für Unterstützung sind wir immer dankbar.
- Reduzierter Beitrag: 0,00 €
- Regelbeitrag: 10,00 €
- Förderbeitrag: 20,00 €
Veranstaltungen
14. April 2026
Digitale Beteiligung organisieren – Chancen, Tools und Grenzen
Digitale Plattformen und soziale Medien sind zentrale Orte demokratischer Kommunikation – und zugleich Angriffsflächen. Wie können digitale Beteiligungsprojekte organisiert, moderiert und gesichert werden? Vorgestellt werden kreative Praxisbeispiele und Werkzeuge mit dem Ziel, sich weiter zu vernetzen und Engagierte im digitalen Raum zu empowern und die Sichtbarkeit demokratischer Inhalte zu erhöhen.
Impulse & Best Practice:
- Linda Kastrup
Sprecherin Fridays for future/Koordinatorin #reclaimTikTok - Nicole Rauch
JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis
28. April 2026
Rechte Diskurslogiken delegitimieren – kulturelle Hegemonie zurückerobern
Der öffentliche Diskurs ist geprägt vom Krisenmodus und scheinbar unlösbaren Problemen. Rechte Akteure wissen das zu nutzen und beeinflussen zunehmend Sprache, Emotionen und Deutungsmuster. Wie können demokratische Kräfte kulturelle Hegemonie zurückgewinnen, eigene Narrative entwickeln und emotionale Wirksamkeit entfalten – ohne populistisch zu werden?
Diskutiert werden kommunikative Strategien, ethische Grenzen und die Frage: wie können wir mit Hilflosigkeit und schlechten Nachrichten umgehen, um die Zukunft wieder in die Hand zu nehmen?
Input:
- Matthias Quent
Professor für Soziologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal, neues Buch „Keine Macht der Ohnmacht. Wie wir Krisen bewältigen und uns gegen Faschismus wehren | Strategien gegen Resignation und Rechtsruck“
18. Juni 2026
Die Neue Rechte und ihr Konzept der Remigration – Aufklärung, Haltung, Handlungskompetenz
Der Begriff „Remigration“ ist zum zentralen Schlagwort der extremen Rechten geworden – ein vermeintlich technischer Ausdruck, der jedoch einen radikalen Angriff auf die Grundwerte des Grundgesetzes und die Menschenwürde darstellt. Hinter dieser Rhetorik stehen Deportationsfantasien und die systematische Delegitimierung des demokratischen Verfassungsstaats.
Das Online-Format bietet Aufklärung, Orientierung und konkrete Handlungsperspektiven für Menschen, die in Schule, Jugendarbeit, Verwaltung oder Zivilgesellschaft tätig sind.
Beleuchtet werden historische Bezüge (von „Ausländerpolitik“ bis Ethnopluralismus), aktuelle Strategien rechtsextremer Akteur:innen und ihre Wirkung auf Sprache, Medien und Alltagsdiskurse.
Zugleich geht es um die pädagogische und kommunikative Praxis: Wie kann man auf „Remigrations“-Narrative reagieren – sachlich, klar und zugleich menschlich? Welche Materialien, Argumentationshilfen und Projekte gibt es bereits?
Input:
- Floris Biskamp
Universität Tübingen
06. Juli 2026
Vielfalt der Jugendbeteiligung – Jugendliche gestalten Demokratie!
Wie lässt sich Jugendbeteiligung lebendig, vielfältig und inklusiv gestalten? Vorgestellt werden erfolgreiche Modelle – von Jugendräten über Projektausschüsse bis zu selbstorganisierten Gruppen. Diese Sichtbarmachung der Beteiligungsvielfalt gibt Anstöße für eine weitere Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren und der Förderung neuer Initiativen.
Teilnehmende können eigene Projektideen einreichen und vorstellen: Wie kann Beteiligung gelingen, wo braucht es Unterstützung, und wie lassen sich Strukturen nachhaltig verankern?
Inputs:
- Ludwig Gasteiger und Daniel Wagner
KJR Dachau, Erasmus+ Projekt „Vielfalt der Beteiligung - Pia Bittner
BJR – Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung
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