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Handreichung: Ausbildung gestalten: Textilgestalter/in
Mediathek
Ausbildung gestalten: Textilgestalter/in
In dieser Broschüre werden die Ergebnisse der Neuordnung zum Beruf Textilgestalter/in und die damit verbundenen Ziele und Hintergründe aufbereitet und anschaulich dargestellt. Dazu werden praktische Handlungshilfen zur Planung und Durchführung der betrieblichen und schulischen Ausbildung für alle an der Ausbildung Beteiligten angeboten. Textilgestalter/innen gestalten und fertigen individuelle textile Produkte von hoher Qualität. Der neue Ausbildungsberuf fasst die bisherigen Ausbildungsberufe Weber/in, Sticker/in sowie Stricker/in und die neuen Berufsbereiche Filzen, Klöppeln und Posamentieren zusammen. Die Differenzierung erfolgt in sechs Fachrichtungen. Die Umsetzungshilfe erläutert das Berufsbild, die Ausbildungsinhalte sowie die Prüfungsanforderungen.
Handreichung
Kartenausschnitt:
Berufsschule
Max-Weber-Berufskolleg Städtische Schule für Wirtschaft und Verwaltung

Suitbertusstraße 163-165
40223 Düsseldorf

Kartenausschnitt:
Berufsschule
Mathilde-Weber-Schule hauswirtschaftliche und sozialpädagogische Schule (Hauptstelle)

Primus-Truber-Straße 39
72072 Tübingen

Kartenausschnitt:
Berufsschule
Max-Weber-Schule Freiburg Kaufmännische Schule II (Hauptstelle)

Fehrenbachallee 14
79106 Freiburg im Breisgau

Kartenausschnitt:
Berufsschule
Max-Weber-Schule

Georg-Schlosser-Straße 18
35390 Gießen

Junge Frau beim Ausbildungsstart
News
Forschung für einen besseren Ausbildungsstart
Junge Frau beim Ausbildungsstart
Eine gute Willkommenskultur erleichtert den Beginn der Ausbildung. © iStock / AleksandarNakic

Wie können Berufsschulen und Betriebe ihren Auszubildenden einen möglichst reibungslosen Start ermöglichen? Das erforscht derzeit ein Team um Professor Roland Stein im Forschungsprojekt „DualON – Duales Onboarding in der Berufsausbildung – Ausbildung attraktiv gestalten, Fachkräfte gewinnen, junge Menschen begeistern“ an der Universität Würzburg.

Das Projekt erprobt das Konzept in der Region Mainfranken (Würzburg und Umgebung) an fünf beruflichen Schulen in Würzburg, Kitzingen, Ochsenfurt, Lohr und Karlstadt. In der ersten Projektphase sollen bestehende Ansätze des Onboardings in Berufsschulen und Betrieben systematisch erfasst und analysiert werden. Dazu wird das Team von Prof. Stein im ersten Quartal 2025 Auszubildende, Ausbildende und Lehrkräfte befragen. Im Anschluss kommen Arbeitsgruppen zusammen, die ein Baukastensystem mit tragfähigen Ansätzen für das Onboarding entwickeln, woraus anschließend ein modulares Konzept entstehen soll.

Das Konzept wird als digitaler Content aufbereitet und um Best-Practice-Beispiele ergänzt. In der zweiten Projektphase wird es dann in den Berufsschulen und Betrieben erprobt und evaluiert. Die Auszubildenden erhalten Orientierungs- und Unterstützungshilfen, die ihnen mehr Sicherheit geben sollen. Daraus wird schließlich in der dritten Phase ein Web-Based-Training als Selbstlerninstrument entwickelt, das dann Berufsschulen und Betrieben zur Verfügung gestellt werden soll. Der Start des Web-Portals ist für den Sommer 2027 geplant.

Auf betrieblicher Seite werden die entwickelten Module über die spezifischen Bildungsangebote der Kammern dauerhaft angeboten. Darüber hinaus werden das Web-Based-Training und das Konzept des dualen Onboardings über eine Website frei verfügbar sein. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das auf drei Jahre angelegte InnoVET PLUS-Projekt mit 337.000 Euro. 

HubbS-Redaktion
Kartenausschnitt:
Berufsschule
Helene-Weber-Berufskolleg des Kreises Paderborn

Am Bischofsteich 5
33102 Paderborn

Kartenausschnitt:
Berufsschule
Helene-Weber-Schule Buchen (Hauptstelle)

St.-Rochus-Straße 12
74722 Buchen (Odenwald)

Kartenausschnitt:
Berufsschule
Max-Weber-Schule Sinsheim (Hauptstelle)

Alte Daisbacher Straße 7
74889 Sinsheim

Kartenausschnitt:
Berufsschule
Helene-Weber-Schule Kaufmännische und Sozialpflegerische Schule (Hauptstelle)

Wuhrweg 36
88348 Bad Saulgau

Kartenausschnitt:
Berufsschule
Berufsbildungszentrum Homburg Paul-Weber-Schule

Karlstraße 6-8
66424 Homburg

Zwei Textilgestalterinnen arbeiten in der Filzmanufaktur Retzow an farbigen Filzprodukten.
Beruf
Textilgestalter im Handwerk (m/w/d)

Textilgestalterinnen und Textilgestalter im Handwerk produzieren in unterschiedlichen Herstellungsverfahren Textilien aus verschiedenen Rohstoffen und bearbeiten diese nach den Wünschen ihrer Kundschaft. Es gibt sechs Fachrichtungen: 1) Filzen, 2) Klöppeln, 3) Posamentieren, 4) Stricken, 5) Sticken und 6) Weben. Zunächst beraten sie ihre Kundschaft bei der Wahl der Materialien und dem Design der Textilien. Danach fertigen sie einen Entwurf an. Je nach Fachrichtung bearbeiten sie die Rohmaterialien dann in speziellen technischen Verfahren zu Textilien, Bekleidungsstücken und -stoffen. Außerdem veredeln sie bestehendes Material. Während des Produktionsprozesses arbeiten Textilgestalterinnen und Textilgestalter mit verschiedenen Arbeitsmaschinen. Am Ende der Fertigung überprüfen sie die Qualität der Produkte und verkaufen sie anschließend.

Eine Produktprüferin - Textil begutachtet die Qualität eines SMS-Vliesstoffes für Medizinprodukte.
Beruf
Produktprüfer - Textil (m/w/d)

Produktprüferinnen und Produktprüfer - Textil prüfen textile Produkte nach der Herstellung auf ihre Qualität hin. Die hochwertigen Web- und Maschenwaren nehmen sie genaustens unter die Lupe. Sie erkennen jedes Schadensbild und können anhand dessen auch die Fehlerursache benennen. Die Fehler und Fehlerursachen dokumentieren sie in Prüfprotokollen. Zudem informieren sie die zuständige Abteilung in der Fertigung über die Störung, sodass diese die Fehlerquelle beheben können. Darüber hinaus bessern sie fehlerhafte Waren aus, indem sie zum Beispiel Verunreinigungen entfernen, Farbunterschiede beheben und Löcher im Gewebe flicken. Dabei arbeiten sie oftmals in Handarbeit. 

Eine Kauffrau für audiovisuelle Medien bearbeitet eine Bilddatei mit einem Grafiktablett.
Gewusst wie
Kostenlose Tools zur Bildbearbeitung
Eine Kauffrau für audiovisuelle Medien bearbeitet eine Bilddatei mit einem Grafiktablett.
Eine Kauffrau für audiovisuelle Medien bearbeitet eine Bilddatei mit einem Grafiktablett. © 123RF / wavebreakmediamicro

Bilder spielen im Berufsschulunterricht eine wichtige Rolle, sei es zur Visualisierung komplexer Inhalte, für Lernprodukte oder multimediale Präsentationen. Häufig ist es notwendig, Bilddateien vor dem Einsatz im Unterricht zu bearbeiten oder anzupassen. In den vergangenen Jahren hat sich der Markt deutlich weiterentwickelt: Neben klassischen Desktop-Programmen gewinnen browserbasierte Anwendungen sowie Apps für Tablets und Smartphones zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen einen flexiblen Einsatz, etwa in BYOD-Szenarien, bei Projektarbeiten oder im Distanzunterricht.

Es braucht also kein professionelles Grafikstudio, um Bilder ansprechend zu bearbeiten – wohl aber einen Überblick über zeitgemäße, kostenlose Werkzeuge.

Kostenlose Desktop-Programme

GIMP – leistungsstarke Open-Source-Bildbearbeitung

GIMP bietet einen umfangreichen Funktionsumfang, der sich für einfache Retuschen ebenso eignet wie für komplexe Bildbearbeitungen.

Funktionen:

  • Ebenen, Masken und Kanäle
  • Werkzeuge für Retusche und Freistellung
  • Farbkorrektur und Tonwertanpassung
  • Filter, Effekte und Plug-ins
  • Import/Export zahlreicher Formate

Typ: Open-Source-Software

Betriebssysteme: Windows, macOS, Linux

Download: https://www.gimp.org


Paint.NET – intuitiver Editor für Windows

Paint.NET ist ein beliebter Windows-Editor mit guter Balance zwischen Funktionsumfang und Bedienkomfort.

Funktionen:

  • Mehrere Ebenen und Effekte
  • Helligkeit, Kontrast, Sättigung
  • Rote-Augen-Korrektur
  • Weich- und Scharfzeichner
  • Plug-in-Unterstützung

Typ: kostenlose Software

Betriebssysteme: Windows 10, Windows 11

Download: https://www.getpaint.net


Krita – starke Open-Source-Lösung für Kreative

Krita richtet sich zwar an Illustratoren, lässt sich aber auch gut zur Bildbearbeitung einsetzen.

Funktionen:

  • Ebenen und Masken
  • Helligkeits-/Kontrastkurven
  • Viele Pinsel- und Retusche-Tools
  • Unterstützung für große Dateien

Typ: Open-Source-Software

Betriebssysteme: Windows, macOS, Linux

Download: https://krita.org


IrfanView – Basis-Bildeditor für Windows

IrfanView ist zwar kein vollwertiges Profi-Bildbearbeitungsprogramm, bietet aber nach wie vor solide Grundfunktionen für die Bildbearbeitung, Anzeige und Stapelverarbeitung.

Funktionen:

  • Zuschneiden, Drehen und Zoomen
  • Farb- und Gammaanpassung
  • Effekte und Rote-Augen-Korrektur
  • Stapelverarbeitung und Konvertierung
  • Diashows und Plug-ins

Typ: kostenlose Software

Betriebssysteme: Windows 10, Windows 11

Download: https://www.irfanview.com


Inkscape – Vektorgrafiken erstellen und bearbeiten

Inkscape eignet sich zur Erstellung und Bearbeitung von Vektorgrafiken, insbesondere für Logos, Diagramme, Icons oder Illustrationen. Das Programm arbeitet mit dem standardisierten SVG-Format.

Funktionen:

  • Erstellen und Bearbeiten von Formen und Pfaden
  • Knoten- und Textwerkzeuge
  • Farbverläufe und Transparenzeffekte
  • Import und Export verschiedener Grafikformate

Typ: Open-Source-Software

Betriebssysteme: Windows, macOS, Linux

Download: https://inkscape.org


Browserbasierte Bildbearbeitung

Photopea – Photoshop-ähnlicher Online-Editor

Photopea lässt sich direkt im Browser nutzen und unterstützt viele Dateiformate wie PSD, XCF oder SVG.

Funktionen:

  • Ebenen und Masken
  • Text- und Grafikwerkzeuge
  • Skalieren, Zuschneiden, Farbanpassungen
  • Export in viele Formate

Typ: kostenlose Web-Anwendung

Betriebssysteme: Alle mit aktuellem Browser

Webseite: https://www.photopea.com


Pixlr – moderne Bildbearbeitung im Web

Pixlr kombiniert einfache und erweiterte Bearbeitungsmodi (Pixlr X/E) und bietet KI-gestützte Funktionen.

Funktionen:

  • Automatische Optimierung
  • Hintergrund-Entfernung
  • Effekte & Filter
  • Ebenen-Workflow

Typ: kostenlose Web-Anwendung

Betriebssysteme: Alle mit aktuellem Browser

Webseite: https://pixlr.com


Canva Free – Bildbearbeitung kombiniert mit Layout-Tools

Canva ist besonders geeignet für Projekte, Präsentationen und Social-Media-Inhalte.

Funktionen:

  • Drag-and-Drop-Editor
  • Filter und Effekte
  • Texte und grafische Vorlagen
  • Hintergrundentfernung

Typ: kostenlose Web-Anwendung (Registrierung erforderlich)

Betriebssysteme: Browser, iOS, Android

Webseite: https://www.canva.comhttps://www.canva.com


Mobile Apps für unterwegs

Auch auf Tablets und Smartphones stehen leistungsfähige Apps zur Verfügung, die sich gut für Unterrichtsprojekte oder die schnelle Bearbeitung eigener Fotos eignen.

Adobe Photoshop Express – kompakte Bildbearbeitung

Adobe Photoshop Express bietet grundlegende Werkzeuge zur Bildoptimierung, Retusche und Anwendung von Filtern in einer übersichtlichen mobilen Oberfläche.

Funktionen:

  • Einfache Optimierung
  • Filter, Effekte & Text
  • Freistellung und Zuschneiden

Typ: kostenlose App (Adobe-Konto erforderlich)

Betriebssysteme: Android, iOS


Snapseed – Profi-Editor von Google

Snapseed stellt umfangreiche Werkzeuge zur präzisen Farb- und Tonwertkorrektur sowie zur selektiven Bearbeitung von Fotos bereit.

Funktionen:

  • Umfangreiche Farb- und Tonwertkorrekturen
  • Selektive Bearbeitung
  • Retusche-Tools

Typ: kostenlose App

Betriebssysteme: Android, iOS


Redaktioneller Hinweis / Änderungen zum 19.02.2026 gegenüber der vorherigen Version vom 12.01.2023

Aktualisiert wurden:

  • Überarbeitung der Tool-Liste mit Fokus auf aktuell gepflegte Programme
  • Aufnahme browserbasierter und KI-gestützter Werkzeuge
  • Anpassung der Systemanforderungen (ältere OS entfernt)

 

Neu aufgenommen:

  • Browserbasierte Bildbearbeitungs-Tools
  • Mobile Apps mit Fokus auf Unterrichtseinsatz

 

Eingeschränkt empfohlen:

  • IrfanView: Stark bei Stapelverarbeitung und Konvertierung, aber keine vollwertige Ebenen- oder Retuschebearbeitung.
  • Paint.NET: Gute Basisfunktionen, jedoch nur Windows und weniger leistungsfähig als GIMP.
  • Canva (Free): Sehr gut für Layout und Social Media, aber viele erweiterte Funktionen sind kostenpflichtig; außerdem Cloud-gebunden.
  • Fotor (nicht in Liste aufgeführt): Viele KI-Funktionen nur eingeschränkt kostenlos; teilweise starke Werbeeinblendungen.
  • PhotoRoom (nicht in Liste aufgeführt): Fokus stark auf Freistellung; Funktionsumfang insgesamt begrenzt.

 

Die Kennzeichnung „eingeschränkt empfohlen“ stellt keine Qualitätsbewertung dar, sondern bezieht sich auf den jeweiligen Einsatzkontext im Unterricht. Einschränkungen können sich etwa aus einem reduzierten Funktionsumfang, einer starken Spezialisierung, einer Plattformbindung oder Begrenzungen in der kostenlosen Version ergeben. Auch cloudbasierte Lösungen sind abhängig von schulischen Rahmenbedingungen nicht immer uneingeschränkt nutzbar. Für klar umrissene Aufgaben können diese Werkzeuge dennoch gut geeignet sein. Für komplexere Bildbearbeitungen empfiehlt sich der Einsatz leistungsstärkerer Programme.

 

HubbS-Redaktion
Auszeichnung für Landwirtschafts-App der Berufsschule Hephata auf dem Hofgut Richerode
News
Auszeichnung für Landwirtschafts-App der Berufsschule Hephata
Auszeichnung für Landwirtschafts-App der Berufsschule Hephata auf dem Hofgut Richerode
Preisverleihung auf dem Hofgut Richerode (v.l.): Jonas Weber, Lorenz Margraf, Kim Bauer, Carolin Pauly, Florian Schlemme, Jonas Bornmann, Hassan Baom, Jonas Müller (Betriebsleiter Richerode), Sascha Gömpel (Abteilungsleitung Berufsschule) und Kerstin Seeger. © Berufsschule Hephata

Die App „Lernacker“, die das Computer-Simulationsspiel „Landwirtschaftssimulator“ in den Unterricht integriert, wurde sowohl von der Experten- als auch von der Publikums-Jury ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand auf dem Hofgut Richerode statt, wo die Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftsklasse den praktischen Teil ihrer Ausbildung absolvieren. 

Die von der Schule entwickelte App ist in einzelne Lerneinheiten aufgeteilt, welche die Klasse mit ihren Lehrkräften durchführt. Die übergeordnete Aufgabe lautet: Bewirtschafte deinen eigenen Hof. Dabei bestimmen die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel den pH-Wert von Böden, um den Dünger-Bedarf zu berechnen, striegeln Weizenfelder und ernten Getreide. Die Maschinen und Traktoren, die auf dem Hofgut Richerode im Einsatz sind, wurden im PC-Spiel 1:1 nachgebildet. Wie die Arbeit mit der App aussieht, zeigt dieses Video. 

Die Berufsschule Hephata ist die Berufsschule der Hephata-Förderschulen für Jugendliche mit Förderbedarf. Die staatlich anerkannte Berufsschule besuchen aktuell 165 Schülerinnen und Schüler. Diese werden als Fachpraktiker in den Bereichen Metall, Schweißwerken, Holz, Farbe, Garten- und Landschaftsbau, Hauswirtschaft und Küche ausgebildet.

Der Universal Design Award wird für Produkte, Architekturprojekte und Dienstleistungen verliehen, die so gestaltet sind, dass sie von möglichst vielen Menschen ohne weitere Anpassung oder Spezialisierung genutzt werden können.

HubbS-Redaktion
Ein Fachinformatiker arbeitet mit dem Laptop im Serverraum und überprüft die Leitungen.
Beruf
Fachinformatiker (m/w/d)

Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker erstellen EDV-Systeme und passen sie für ihre Kundinnen und Kunden an. Es gibt vier Fachrichtungen: 1) Anwendungsentwicklung, 2) Daten- und Prozessanalyse, 3) Digitale Vernetzung und 4) Systemintegration. In der Fachrichtung Anwendungsentwicklung erstellen sie Software wie Web-Content-Management-Systeme oder kaufmännische Software zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Unternehmen und Kundschaft. Anschließend schulen sie die Benutzerinnen und Benutzer der Software. In der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse optimieren sie Arbeits- und Geschäftsprozesse, indem sie Daten und Prozesse analysieren und dann Maßnahmen ableiten, die dazu dienen, datengesteuerte Prozesse effizienter zu gestalten, Geschäftsprozesse zu digitalisieren oder Aufgaben zu automatisieren. In der Fachrichtung Digitale Vernetzung planen und implementieren sie Netzumgebungen und vernetzen so IT-Systeme und -Anwendungen miteinander. So ermöglichen sie effizientere und sicherere Arbeitsabläufe. In der Fachrichtung Systemintegration sorgen sie dafür, dass neue Software für ein Unternehmen eingerichtet wird. Sie analysieren die Bedürfnisse des Unternehmens und planen und konfigurieren dann die IT-Systeme entsprechend. Außerdem beraten sie bei der Auswahl der Geräte und lösen Anwendungs- und Systemprobleme.

Europa
News
EU-Projekttag 2026: Azubis sprechen mit Politikern über Europa
Europa
© iStock / ThomasVogel

Der deutschlandweite EU-Projekttag an Schulen bietet eine gute Gelegenheit, Jugendlichen die Europäische Union näherzubringen. Der EU-Projekttag findet in diesem Schuljahr am 27. April 2026 (oder in dessen zeitlichem Umfeld) statt.

Begegnungen mit Politikerinnen und Politikern

Die Begegnung von Auszubildenden mit Entscheidungsträgern bereichern den Schulunterricht. Der persönliche Einblick in die politische Arbeit und die Hintergründe fördern das Verständnis der Jugendlichen für Demokratie und für die EU. Das Veranstaltungsformat kann individuell zwischen Schule und Politikerin oder Politiker vereinbart werden und vor Ort oder digital stattfinden.

Weitere Europaveranstaltungen in 2026

Neben dem EU-Projekttag finden in diesem Jahr vom 30. April bis 31. Mai die Europawochen mit Veranstaltungen über Europa statt. Im Zentrum der Europawochen steht der Europaaktionstag am 9. Mai, mit dem an die Geburtsstunde Europas am 9. Mai 1950 erinnert wird. Hier finden Sie weitere Informationen zu diesen Veranstaltungen.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner finden

  • Bundestagsabgeordnete: Unter https://www.bundestag.de/abgeordnete können Sie nach Bundesland und Wahlkreis filtern und das Mitglied Ihrer Wahl direkt anschreiben.
  • Abgeordnete des Europaparlaments: Nach der oder dem Abgeordneten Ihres Wahlkreises im Europäischen Parlament können Sie auf dieser Website suchen.
  • Ehemalige Schülerinnen und Schüler: Neben den Besuchen von Abgeordneten besteht über die europaweite Initiative „Back to School“ die Möglichkeit, EU-Bedienstete für einen Besuch ihrer ehemaligen Schule zu gewinnen, um über die EU oder ihre Arbeit bei der EU sprechen.
  • Landtagsabgeordnete: Infos zu den Kontaktmöglichkeiten entnehmen Sie bitte den Websites der Länder.

Websites von Bund und Ländern

  • Bund: Website zum EU-Projekttag (mit Kontaktpersonen in den Ländern)
  • Baden-Württemberg: Website zum EU-Projekttag
  • Bayern: Website zum EU-Projekttag
  • Berlin: Website zum EU-Projekttag
  • Brandenburg: Website zu Europa im Blick
  • Bremen: Website zur politischen Bildung
  • Hamburg: Website zum EU-Projekttag
  • Hessen: Website zum EU-Projekttag
  • Mecklenburg-Vorpommern: Website zum EU-Projekttag
  • Niedersachsen: Website zum EU-Projekttag
  • Nordrhein-Westfalen: Website zum EU-Projekttag
  • Rheinland-Pfalz: Website zu den Europawochen
  • Saarland: Website zum EU-Projekttag 2024
  • Sachsen: Website zum EU-Projekttag 2024
  • Sachsen-Anhalt: Website zu den Europawochen
  • Schleswig-Holstein: Website zum EU-Projekttag
  • Thüringen: Website des Europäischen Informationszentrums von Thüringen

Zum Hintergrund

Den EU-Projekttag gibt es seit 2007. Er ging aus der damaligen deutschen EU-Ratspräsidentschaft hervor und wurde zu einem Erfolgsprojekt. Seitdem besuchen Politikerinnen und Politiker bundesweit Schulen: von Kabinettsmitgliedern bis hin zu Landes- oder Europa-Parlamentariern. Organisiert wird der EU-Projekttag gemeinsam von Bund und Ländern.

HubbS-Redaktion
Anna van Meegen auf der Didacta
News
Gute Praxisbeispiele für Blended Learning an beruflichen Schulen
Anna van Meegen auf der Didacta
Anna van Meegen stellt in einem Workshop auf der Didacta den Berliner Schulversuch Blending4Futures vor. © FWU

In einem spannenden, interaktiven Workshop über Blended Learning an beruflichen Schulen blickte Anna van Meegen zusammen mit dem Publikum zunächst zurück auf die Zeit der Pandemie: Die Lehrkräfte sollten darüber nachdenken, welche Erfahrungen sie mit dem Distanzunterricht gemacht haben. Gibt es Potenziale, die man damals entdeckt hat? Was wird fortgeführt, was ist verloren gegangen? Und schließlich: Was würden sie gerne verstetigen oder neu ausprobieren? Das ist der spannende Ansatz des Schulversuchs Blending4Futures, das den Hintergrund zu dem Workshop bildete: Erprobte gute Praxis und didaktische Prinzipien sollen nicht verloren gehen, sondern zusammengetragen und mit allen Lehrkräften geteilt werden.

Neun Berliner Oberstufenzentren sind an dem Entwicklungs- und Forschungsprojekt der Humboldt Universität beteiligt, bei dem untersucht wird, wie Lernende in der beruflichen Bildung am besten selbstgesteuert digitale, fachliche und methodische Kompetenzen aufbauen können. Außerdem wird geschaut, welche schulorganisatorischen Rahmenbedingungen gebraucht werden, um die dafür notwendigen Prozesse zu unterstützen.

Im Workshop wurde anschließend gemeinsam Fortsetzungswürdiges gesammelt: Zugang zu digitalen Materialien, Nutzung kollaborativer Tools zum Kompetenzerwerb, Web-based Trainings, Learning Snacks, digitale Sprechstunden, Austauschplattformen für Lehrende und Lernende, selbstgesteuerte Lernmodule, digitale Medien in den Unterricht mit einbeziehen, weniger Outputorientierung und mehr Lernbegleitung. 

Mit diesen Fragestellungen haben vermutlich auch die Berliner Oberstufenzentren ihre Arbeit im Projekt begonnen. Schließlich wurden von ihnen diese neun didaktischen Prinzipien für Blended Learning entwickelt:

  • Die Digitalität der Arbeits- und Lebensgestaltung zum Bildungsanliegen machen
  • Der Gegenständlichkeit und Persönlichkeit beruflicher Praxis „Raum“ geben
  • Ganze Tage und/oder Randstunden für selbstorganisiertes Lernen blocken
  • Die Betreuungsqualität durch asynchrone Angebote erhöhen
  • Freiheiten nicht als „Belohnung“, sondern als Erfahrungsraum gewähren
  • Durch Kooperation unter Lehrkräften Unterricht stundenübergreifend gestalten
  • Vom Lernprozess ausgehend Freiheitsgrade in Ort und Zeit bestimmen
  • Unterricht in thematischen Modulen bündeln und flexibilisieren
  • Digitale Kompetenzen curricular verankern


Anna van Meegen hat
Hintergrundinformationen zu diesen didaktischen Prinzipien in einem Miro-Board zusammengefasst, in dem sie mehr dazu erfahren können. Durch Klick auf den blauen Pfeil neben der Überschrift im Miro-Board gelangen Sie zu den Erläuterungen der Prinzipien.

Erste Ergebnisse des Schulversuchs

Im zweiten Teil des Workshops stellten dann Lehrkräfte des Oberstufenzentrums Lotis aus Berlin ihre Erkenntnisse aus dem Entwicklungs- und Forschungsprojekt vor: Sie möchten Schule gerne hinterfragen und neu denken. Über allem steht für sie die Frage: Wie können wir wieder zum richtigen Lernprozess kommen? 

Lehrkräfte des OSZ Lotis stellen ihre Ergebnisse vor
Die Lehrkräfte Alexander Schork und Markus Beck vom OSZ Lotis aus Berlin stellen erste Ergebnisse aus dem Schulversuch Blending4Futures vor. © FWU

Nicht funktioniert haben folgende Ansätze:

  • Hier habt ihr einen Laptop und nun macht mal. Die Schülerinnen und Schüler müssen auch beim digitalen Lernen begleitet werden.
  • Ein Homeschooling- und Präsenz-Mix, ohne den Lernprozess anzupassen. Besser ist es, wenn sich die Schülerinnen und Schüler individuell ausprobieren können und die Lehrkräfte Begleitende sind.
  • Den Schülerinnen und Schülern einfach einen Freiarbeitsblock geben. Es wurde nur gespielt. Freiheit muss aber auch gestaltet werden.

 

Lehrkräfte brauchen Instrumente, um Schülerinnen und Schüler abzuholen, wo sie sind, und dann begleiten zu können beim selbstständigen Lernen und Reflektieren. Als ein gut funktionierendes Instrument hierfür hat sich an der OSZ Lotis das Lernjournal erwiesen. Darin können sich die Jugendlichen Ziele setzen und Notizen machen zum eigenen Lernprozess und zur Optimierung des Lernmanagements. Man muss den Jugendlichen aber zunächst erklären, wozu sie es brauchen, weil es zusätzliche Arbeit für sie ist und sich der Nutzen erst im Prozess zeigt. Aber der Mehrwert wird dann schnell erkannt und wertgeschätzt.

Lehrerin Christina Guth vom OSZ Lotis aus Berlin erklärt auf der Didacta, welche Lernprozessbegleitung bei einem agilen Lernprozess nötig ist. © FWU

Der Schulversuch Blending4Futures läuft noch bis 2026. Auf der Website des Berliner Senats finden Sie weiterführende Informationen zum Projekt und den beteiligten Schulen.  

HubbS-Redaktion
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