Berufsbildungsbericht 2026: 2,8 Mio. Menschen ohne Berufsabschluss
Weniger Anfängerinnen und Anfänger in der Ausbildung
Die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger im Sektor Berufsausbildung ging 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,2 Prozent zurück. Sowohl die duale Berufsausbildung (-3,3 Prozent) als auch die sonstige schulische Berufsausbildung (-1,7 Prozent) verzeichneten Rückgänge. Dagegen stieg die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger in der Berufsausbildung im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen um 3,8 Prozent. Im Übergangsbereich nahm die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger um 0,7 Prozent zu. Im Sektor „Studium“ gab es 2025 einen leichten Anstieg um 1,6 Prozent.
Weniger neu abgeschlossene Ausbildungsverträge
Zum Stichtag 30. September 2025 wurden 476.000 Ausbildungsverträge gezählt, das sind 10.300 (-2,1 Prozent) weniger als 2024. Die Zahl der betrieblichen Verträge lag mit 461.000 (-2,5 Prozent oder 12.000 Verträge) ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Hauptgrund hierfür ist die derzeitige schwierige wirtschaftliche Situation in Deutschland. Die Zahl der außerbetrieblichen Verträge stieg dagegen um 12,4 Prozent bzw. von 1700 auf 15.000.
Rückgänge beim Ausbildungsangebot
2025 ging das Angebot an Ausbildungsplätzen deutlich zurück: Bundesweit wurden 530.300 Ausbildungsstellen angeboten. Das sind 25.300 Stellen (-4,6 Prozent) weniger als im Vorjahr. Das betriebliche Ausbildungsangebot lag bei 515.300. Betriebe und Unternehmen in Deutschland haben damit 27.000 (-5,0 Prozent) Ausbildungsplätze weniger zur Verfügung gestellt als 2024.
Schwierigkeiten bei der Passung von Angebot und Nachfrage
Zum 30. September 2025 waren noch 39.900 Bewerberinnen und Bewerber unversorgt. Das ist ein neuer Höchststand seit 2009. Verglichen mit 2024 ist die Zahl der Unversorgten um 8700 (+28,0 Prozent) gestiegen. Die Zahl der Bewerbenden mit Alternative und weiterem Vermittlungswunsch in Ausbildung lag mit 44.500 ebenfalls über dem Vorjahresniveau (+5.300 bzw. +13,4 Prozent). Insgesamt waren somit 84.400 Bewerbende noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Das sind 14.000 mehr als 2024 (70.400). Die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen ist 2025 um 15.000 (-21,6 Prozent) auf 54.400 gesunken. Somit gab es zum 30. September noch mehr suchende Bewerbende als unbesetzte Stellen. Nach wie vor ist es schwierig, Ausbildungsangebot und -nachfrage zusammenzuführen. Dabei bestehen erhebliche Unterschiede zwischen Berufen und Regionen.
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