StartRaum – Entrepreneurship Education startet als Pilot in Thüringen
Mit StartRaum erprobt Thüringen moderne unternehmerische Bildung: Zum neuen Schuljahr setzen zwei Berufsschulen in Erfurt und Sömmerda für Lernende im Berufsvorbereitungsjahr den neuen Ansatz um. Unterricht wird eng mit Berufsorientierung verbunden - lebendig, praxisnah und lernförderlich.
Das Staatliche Schulamt Mittelthüringen veröffentlicht heute das passende Konzept „Startraum – Entrepreneurship Education“ und gibt Einblicke in das Pilotvorhaben. Das Modell ermöglicht einen durchgängigen, handlungsorientierten Lernstrang, in dem berufliche Vorbereitung, ökonomische Grundbildung, Fachpraxis, digitale und sprachliche Bildung sowie Persönlichkeitsentwicklung ineinandergreifen.
Startraum – Entrepreneurship Education
StartRaum bietet der oftmals heterogenen Zielgruppe im Berufsvorbereitungsjahr einen praxisbezogenen und selbstständigen Lernprozess. Genauso wie sich die Arbeitswelt verändert, soll dieser Ansatz die Jugendlichen zeitgemäß auf ihren künftigen Berufsweg vorbereiten. Eigenständigkeit, Lösungsorientierung und Verantwortung werden im Fokus stehen, verbunden mit berufsnahen Aufgaben, in denen sie Probleme erkennen, Ideen entwickeln, Ressourcen organisieren, gemeinsam Projekte umsetzen, Ergebnisse prüfen und aus Fehlern lernen.
Das Konzept beschäftigt sich unter anderem mit der fachlichen Basis von Entrepreneurship Education, Zielsystem und Wirklogik, Modellarchitektur, Curriculum, Modulares Lernen, Didaktik, digitale Bildung, Strukturen und Evaluation. Zum Kern des Projektes gehört das Rapid-Prototyping-Labor als Werkbank, in welcher Ideen sichtbar werden, getestet und verbessert werden können.
Pilotvorhaben im Startchancen-Programm
Pilotstandorte sind die Ernst-Benary-Schule in Erfurt und der Schulteil Sömmerda des Schulverbundes Staatliche Berufsbildende Schulen Weimarer Land/Sömmerda. Beide gehören zum Startchancen-Programm und sind durch unterschiedliche regionale, wirtschaftliche und infrastrukturelle Faktoren geprägt. Im Rahmen von Startchancen werden die Pilotschulen mit Materialien für Unterricht und Projekte sowie für berufsvorbereitende Maßnahmen gefördert.
Beide Standorte entwickeln Unterricht, Schule und System zugleich. Sie erproben, dokumentieren und bewerten ihre Module. Aus den Erfahrungen kann künftig ein thüringenweit nutzbarer Kompetenzrahmen entstehen, der eine modulare Toolbox, Qualifizierungsangebote, Instrumente zur Leistungsbewertung und Evaluation sowie Empfehlungen für eine verlässliche Organisation umfasst. Das Hauptkonzept setzt den gemeinsamen pädagogischen Rahmen.
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