Neue Wege in der Berufsorientierung in Berlin

Die Projekte „BOOM!“ und „Kooperationsmanagement im 11. Pflichtschuljahr“ unterstützen Berliner Schulen bei der Berufsorientierung – und das sehr erfolgreich.
Zwei Azubis in der Autowerkstatt
Die Auswertung des Projekts „BOOM!“ hat ergeben, dass die neu etablierten Maßnahmen bei der beruflichen Orientierung 75 % der Schülerinnen und Schüler geholfen haben. © iStock / monkeybusinessimages

Die Idee ist gut und klingt einfach, aber man muss erst einmal darauf kommen: Um die Berufsorientierung zu verbessern, gehen Kooperationsmanagerinnen und Kooperationsmanager an Schulen und ermitteln dort den konkreten Bedarf: Wie wird Berufsorientierung umgesetzt und an welcher Stelle wird Unterstützung benötigt? Anschließend werden gemeinsam mit den Lehrkräften passgenaue Angebote entwickelt. Ziel ist es, Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern und Betrieben zu fördern sowie nachhaltige Beziehungen zwischen Schulen und Unternehmen aufzubauen. 
 

© IHK Berlin

Beide Projekte sind Kooperationen der IHK Berlin und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: Das Projekt „BOOM!“ richtet sich an die Klassenstufen 7 bis 10 und findet ab dem Schuljahr 2026/2027 an zehn Schulen statt. Das Projekt „Kooperationsmanagement im 11. Pflichtschuljahr“ wird an derzeit sechs Oberstufenzentren durchgeführt, den beruflichen Schulen der Stadt.

Welche Angebote funktionieren gut?

Die Unterstützungsangebote sind vielfältig: Die Kooperationsmanager wirken zum Beispiel bei der gemeinsamen Vorbereitung von Praktika, Betriebsbesuchen und Kennenlernformaten mit. Darüber hinaus begleiten sie Unternehmen während der Praktika und klären aufkommende Fragen. Die Schulen werden bei der Überarbeitung ihrer Berufsorientierungskonzepte und beim Aufbau von Kooperationen mit regionalen Unternehmen unterstützt. So sollen die Schülerinnen und Schüler klare berufliche Vorstellungen gewinnen und die Betriebe zufriedene Auszubildende.
 

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Zum Hintergrund

Begonnen hat BOOM! 2023 als Pilotprojekt an der Willy-Brandt Schule. Im Rahmen des Projekts wurde eine schuleigene Karrieremesse ins Leben gerufen und Berufsorientierung als Querschnittsthema im Kollegium verankert. Bei der Evaluation gaben 75 Prozent der Schülerinnen und Schüler an, dass ihnen die neu etablierten Maßnahmen bei der beruflichen Orientierung geholfen haben. 80 Prozent der Lehrenden fanden die Maßnahmen zielführend.

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HubbS-Redaktion
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