Berufsausbildung zum Landwirt (m/w/d) modernisiert
Nach mehr als 30 Jahren wird die Berufsausbildung zum Landwirt und zur Landwirtin grundlegend modernisiert. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat gemeinsam mit den Ländern, den Sozialpartnern und Fachleuten aus der beruflichen Praxis eine neue Ausbildungsverordnung erarbeitet. Sie ist am 21.10.26 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Die neue Ausbildungsverordnung tritt zum 1. August 2027 und damit zum Beginn des nächsten Ausbildungsjahres in Kraft.
Die Landwirtschaft hat sich in vielen Bereichen grundlegend verändert: Betriebe arbeiten heute mit moderner und digitaler Technik. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Ressourcenschutz, Tierwohl oder Klimaanpassung gestiegen.
Mit der neuen Ausbildungsverordnung wird die bisherige Prüfungsstruktur vereinfacht und stärker an der betrieblichen Praxis ausgerichtet. Pflanzenbau und Tierhaltung bleiben zentrale Bestandteile der Ausbildung. Zugleich werden sozioökonomische Kompetenzen stärker berücksichtigt: Berufliches Rollenverständnis, Selbstreflexion, Kommunikation und Kooperation erhalten künftig mehr Gewicht. Die neue Verordnung hält an einem einheitlichen Berufsbild fest. Ökologische und konventionelle Landwirtschaft bleiben Teil einer gemeinsamen, breit angelegten beruflichen Qualifizierung.
Wir werden den neuen Rahmenlehrplan auf HubbS bereitstellen, sobald er von der KMK veröffentlicht wurde.
Hintergrund:
Maßgeblich beteiligt waren auf Seiten der Sozialpartner der Deutsche Gewerkschaftsbund, das Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt und der Deutsche Bauernverband. Seit 1972 erfolgt die Berufsausbildung zum Landwirt und zur Landwirtin auf Grundlage bundeseinheitlicher Ausbildungsordnungen. Die bislang geltende Verordnung stammt aus dem Jahr 1995.
Als Anwendung installieren
Installieren Sie HubbS als App für ein besseres Nutzungserlebnis. Mehr erfahren.