Kriegsgräberstätten als Lernorte entdecken. Friedhöfe pflegen, Lebensgeschichten entdecken.

Die Bildungsarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge eröffnet Berufsschulen praxisnahe Zugänge zu historisch-politischer Bildung.
Jugendliche erinnern auf einem Friedhof in Ysselsteyn in den Niederlanden an den Deutschen Armin Dürholt
Junge Menschen erinnern auf einem Friedhof in Ysselsteyn in den Niederlanden an den Deutschen Armin Dürholt.  © Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Der 1919 gegründete Volksbund sucht und identifiziert im staatlichen Auftrag Kriegstote der Weltkriege und pflegt heute mit internationalen Partnern über 830 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten. Diese Orte werden gezielt als Lernorte erschlossen, an denen Geschichte konkret erfahrbar wird.

Im Mittelpunkt steht die Verbindung von praktischer Tätigkeit und inhaltlicher Auseinandersetzung. Schülerinnen und Schüler pflegen Anlagen, dokumentieren Grabstätten und erforschen Lebensgeschichten. Projekte reichen von lokalen Recherchen zu Einzelschicksalen bis zur Erstellung von Informations- oder Erinnerungstafeln, die Kriegsgräberstätten zu sichtbaren Lernorten regionaler und europäischer Geschichte machen. Auch die Gestaltung von Namensziegeln für bislang namenlose Opfer sowie digitale Anwendungen eröffnen zusätzliche Zugänge. Gerade für Berufsschulen bietet dieser handlungsorientierte Ansatz einen wichtigen Anknüpfungspunkt, da er unterschiedliche Lernvoraussetzungen berücksichtigt und eigenständiges Arbeiten fördert.

Workshop beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Workshop mit Jugendlichen in Ysselsteyn in den Niederlanden. © Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Ergänzt werden diese Formate durch Workshops, Exkursionen, internationale Jugendbegegnungen und vorbereitende Materialien wie Wanderausstellungen und Unterrichtshandreichungen. Themen wie Kriegserfahrungen, Menschenrechte, Migration und Friedensprozesse werden dabei stets mit gegenwärtigen Fragestellungen verknüpft.

Teilnehmende bei einem Workshop vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
Praktische Tätigkeiten sind ein wichtiger Bestandteil der Workshops. © Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Für Lehrkräfte stellt der Volksbund ein breites Fortbildungsangebot bereit. In praxisnahen Seminaren, Studienreisen und internationalen Programmen werden Methoden der friedens- und gedenkstättenpädagogischen Arbeit vermittelt, erprobt und diskutiert. Exkursionen und kollegialer Austausch unterstützen die Umsetzung im Schulalltag und tragen den besonderen Anforderungen beruflicher Bildung Rechnung. So entsteht ein ganzheitlicher Bildungsansatz, der fachliche, soziale und demokratische Kompetenzen nachhaltig stärkt.

Bei Fragen und Interesse steht Ihnen das Referat Schulen und Hochschulen zur Verfügung: 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
Bundesgeschäftsstelle
Abteilung Gedenkkultur und Bildung
Referat Schulen und Hochschulen.
Lützowufer 1
10785 Berlin
Tel.: +49 (0)30 2309 36-58
E-Mail: schule@volksbund.de 
www.volksbund.de/schule 

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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
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