#könnenlernen: Plakataktion mit Azubis in Niedersachsen
Mit einer regionalen Plakataktion im Rahmen der bundesweiten Kampagne #könnenlernen macht die IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim auf die vielfältigen Chancen der dualen Ausbildung und beruflichen Weiterbildung aufmerksam. Zehn Tage lang sind die großformatigen Plakate in Osnabrück und sieben weiteren Mittelzentren der Region zu sehen.
Freie Lehrstellen in der Region
Die IHK möchte durch die Plakate junge Menschen für eine duale Ausbildung gewinnen und unterstützt dadurch auch die Unternehmen der Region. Anlass der Aktion dürfte unter anderem die hohe Zahl unbesetzter Ausbildungsstellen sein. In Niedersachsen waren zum Ausbildungsstart im August 2026 noch über 16.000 Lehrstellen frei, besonders im Handel.
Ausbildung ist nur 2. Liga. Sagt wer?
Die Plakate greifen die provokativen Sprüche der bundesweiten IHK-Internetkampagne #könnenlernen auf. Verbreitete Vorurteile werden hinterfragt: „Früher war alles besser. Sagt wer?“ oder „Willst du was werden, musst du erben. Sagt wer?“ Echte Auszubildende zeigen, welche Perspektiven Ausbildung und Weiterbildung eröffnen, und setzen den Vorurteilen authentische Erfolgsgeschichten entgegen. Über QR-Codes kommen Interessierte zur Kampagne #könnenlernen.
#könnenlernen bundesweit
Die bundesweite IHK-Kampagne #könnenlernen erreicht mit dem TikTok-Kanal „die.azubis“ ein Millionenpublikum und zählt inzwischen mehr als 70.000 Abonnentinnen und Abonnenten. Auf der ansprechend gestalteten Kampagnenseite ausbildung-macht-mehr-aus-uns.de finden Jugendliche Informationen zu Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie eine bundesweite Ausbildungsplatzbörse, die nach Berufsgruppe, Ort und Wunschunternehmen gefiltert werden kann.
Auch die Eltern werden angesprochen und bekommen „FAQs zum Berufsstart“ an die Hand. Unternehmen erhalten umfangreiche Kommunikationsmaterialien für Social Media, Printprodukte und vieles mehr, um die Mitmachaktion zu unterstützen.
#könnenlernen im Unterricht
Hier sind einige Impulse, wie Sie als Lehrkraft an der Berufsschule die Kampagne für verschiedene Berufsfelder und Fächer nutzen können.
1. Impulse für verschiedene Berufsfelder
- Elektrotechnik
„Elektroniker verlegen nur Kabel. Sagt wer?“
Die Klasse sammelt typische Tätigkeiten ihres Berufs und ordnet sie Zukunftsthemen wie Smart Home, erneuerbare Energien oder Industrie 4.0 zu. - Wirtschaft und Verwaltung
„Im Büro passiert doch nichts Spannendes. Sagt wer?“
Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren eine typische Arbeitswoche im Ausbildungsbetrieb und identifizieren Aufgaben, die Kommunikation, Problemlösung oder digitale Kompetenzen erfordern. - Gesundheit und Pflege
„Pflege bedeutet nur körperlich harte Arbeit. Sagt wer?“
Die Lernenden erstellen eine Kompetenzlandkarte ihres Berufs. Neben den pflegerischen Tätigkeiten werden kommunikative, organisatorische und medizinische Kompetenzen sichtbar gemacht. - Gastronomie und Lebensmittelhandwerk
„In der Gastro arbeitet man nur, wenn andere frei haben. Sagt wer?“
Die Lernenden untersuchen Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten ihres Berufsfelds, die „normale“ Arbeitszeiten ermöglichen könnten: Meistertitel, Betriebsleitung, Selbstständigkeit oder Spezialisierungen. - IT-Berufe
„In der IT sitzt man den ganzen Tag allein vor dem Computer. Sagt wer?“
Die Klasse analysiert reale Arbeitsprozesse aus dem Betrieb und macht sichtbar, wie viel Teamarbeit, Kundenkontakt und Projektarbeit tatsächlich zum Berufsalltag gehören. - Bau-, Holz- und Ausbauberufe
„Handwerk hat keine Zukunft. Sagt wer?“
Die Lernenden recherchieren, wie Themen wie nachhaltiges Bauen, Energieeffizienz oder digitale Planung das Berufsfeld verändern. - Metallberufe
„In Metallberufen geht es nur um Muskelkraft. Sagt wer?“
Die Lernenden überlegen, welche digitalen Technologien sie bereits in ihrem Betrieb nutzen, beispielsweise CNC-Steuerungen, CAD-Systeme, Robotik oder digitale Messverfahren. Anschließend entwickeln sie ein Kampagnenmotiv, das den Beruf als Hightech-Beruf darstellt.
2. Ideen für die Umsetzung
- Reflexion über gesellschaftliche Bilder von Ausbildung und Beruf: Die Lernenden üben das Argumentieren und wenden respektvolle Sprache an.
- Argumentationskarten: Die Lernenden formulieren typische Vorurteile auf der Vorderseite einer Karte und passende Gegenargumente auf der Rückseite. Die Karten können anschließend in Diskussionen oder Rollenspielen eingesetzt werden.
- Eigene Kampagnenmotive entwickeln: Die Ergebnisse werden als Plakat oder Social-Media-Post im Stil von #könnenlernen präsentiert. Dafür können die Lernenden auch die Vorlagen auf der Kampagnenseite nutzen.
- Gestalten von Videos oder Podcasts: Die Ergebnisse werden in Form kurzer Interviews zwischen Lernenden aufbereitet.
- Digitale Infografiken: Die Lernenden visualisieren Karrierewege, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Tätigkeitsprofile ihres Berufs.
- Mit einer Fotostory aus Werkstatt, Labor, Büro oder Ausbildungsbetrieb beschreiben die Lernenden anhand typischer Tätigkeiten, wie der Berufsalltag tatsächlich aussieht.
- Berufs-Pitch: Die Lernenden entwickeln kurze Präsentationen nach dem Motto „Warum mein Beruf Zukunft hat“ und stellen ihren Ausbildungsberuf in zwei bis drei Minuten vor.
- Zukunftsreport 2035: Die Lernenden überlegen, wie sich ihr Beruf durch Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder neue Technologien verändern könnte, und präsentieren ihre Ergebnisse als Zeitungsartikel, Magazinbeitrag oder Video.
- Finale Präsentation: Die entstandenen Produkte werden in einer Ausstellung in der Schule oder auf deren Webseite vorgestellt.
Tipp
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