Mythen zu offenen Bildungsmaterialien – der Co-WOERK Mythen-Fächer
„Darf ich meine Folien überhaupt teilen, ohne meinen Vorgesetzten zu fragen?“ „Sind frei lizenzierte Materialien nicht automatisch qualitativ schlechter?“ „Verliere ich die Kontrolle über meine Lehrveranstaltung, wenn ich offene Materialien einsetze?“ Solche Fragen begegnen dem Co-WOERK-Team in seinen Sprechstunden und Beratungen regelmäßig, denn wer an einer beruflichen Schule oder in einer Hochschule lehrt, bewegt sich in Strukturen, in denen es nicht leichtfällt, offen nach Unsicherheiten zu fragen, gerade wenn es um Rechtliches geht.
Die standortübergreifende Arbeitsgruppe zu rechtlichen Beratungsangeboten hat daher je einen Co-WOERK Produktfächer „Mythen zu offenen Bildungsmaterialien“ für die berufliche Bildung und den Hochschulbereich erstellt, der kurz, kompakt und in verständlicher Form jeweils fünf verbreitete Mythen rund um frei lizensierte Bildungsmaterialien aus der Praxis aufgreift.
„Unser Ziel war es, die Mythen nicht belehrend, sondern einladend aufzulösen und als Gesprächsanlass unter Kolleg:innen, in Lehrerzimmern, Institutsrunden oder auf Fachtagungen zu verwenden“, erklärt Tanja Jeschke, Co-WOERK Community Managerin an der BTU Cottbus-Senftenberg.
Die Mythen-Fächer wurden bereits auf der Konferenz „OER im Blick" beim Treffen der Förderlinien-Projekte der OER-Strategie vorgestellt und sind dort auf großes Interesse gestoßen. Der Fächer für die berufliche Bildung steht jetzt auch hier auf der Projektwebseite zum Download bereit und kann per Email an kontakt@co-woerk.de in gedruckter Form angefordert werden.
Co-WOERK steht für „Community zum Wissenstransfer OER: Netzwerk von Bildungsakteur:innen“ und ist im Juni 2024 als Verbundprojekt unter der Leitung der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Hochschule Neubrandenburg gestartet. Ziel des Projektes ist es, Lehrmaterialien öffentlich zugänglich zu machen und kooperativ weiter zu entwickeln. Eines der Hauptanliegen ist es, den Lehrenden in der beruflichen Bildung die nötigen OER-Kompetenzen zu vermitteln. Hierfür wurde eine bundeslandübergreifende „Community of Practice“ etabliert, die sich in ihren monatlichen Online-Treffen zu allen Fragen rund um offene Bildungsmaterialien austauscht. Das nächste Treffen ist für Donnerstag, den 4. Juni, um 13:00 Uhr geplant und legt dieses Mal einen Fokus auf „Lehrkräfte und offene Praktiken – Neue Impulse für das Lernen im KI-Kontext“. Anmeldungen sind jederzeit über kontakt@co-woerk.de möglich.
Weitere Informationen: https://www.co-woerk.de/
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