Demokratie und Mitbestimmung im Ausbildungsalltag: DGB-Berufsschultour
Rund 45 angehende Erzieherinnen und Erzieher beschäftigten sich mit ihren Rechten und Pflichten in der Ausbildung, tariflichen Regelungen und betrieblicher Mitbestimmung.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot: „Eine gute Ausbildung braucht faire Bedingungen und junge Menschen, die ihre Rechte kennen und ihre Interessen selbstbewusst vertreten können. Dazu gehört auch zu wissen, wo Mitbestimmung möglich ist und wer bei Problemen unterstützen kann. Die DGB-Berufsschultour setzt genau dort an: Sie greift konkrete Erfahrungen aus dem Ausbildungsalltag auf und bringt junge Menschen miteinander ins Gespräch und zeigt, dass ihre Stimme zählt. Denn Mitbestimmung ist kein abstraktes Prinzip. Sie wird dort lebendig, wo Menschen ihre Interessen selbstbewusst vertreten, Verantwortung übernehmen und erfahren: Ich kann etwas verändern. Das ist nicht nur wichtig für eine faire Arbeitswelt – das ist gelebte Demokratie.“
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot hat auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft für die DGB-Berufsschultour im Saarland übernommen. Beim Auftakt am BBZ St. Wendel zum Schwerpunktthema „Demokratie & Mitbestimmung“ ging es unter anderem um Interessenkonflikte im Berufsleben, das Verhältnis von gesetzlichen und tarifvertraglichen Regelungen sowie konkrete Fragen rund um die Ausbildung.
Gemeinsam mit den Teamenden der DGB-Jugend diskutierten die Schülerinnen und Schüler Situationen aus ihrem Arbeitsalltag. Mit der Bildungsministerin tauschten sie sich außerdem über ihre Erfahrungen und Erwartungen an Ausbildung und Beruf sowie darüber aus, wie sie ihre Interessen einbringen können.
Die DGB-Berufsschultour informiert in Workshops unter anderem über Ausbildungsverträge, Arbeitszeitregelungen, Tarifverträge und betriebliche Interessenvertretung. Die Tour setzt zugleich auf den Austausch unter jungen Menschen. Dadurch sollen Hemmschwellen abgebaut werden, damit auch persönliche Fragen und Probleme offen angesprochen werden können.
Die Inhalte der Berufsschultour knüpfen an verschiedene Lernfelder und an den Wirtschafts- und Sozialkundeunterricht an. Mit praxisnahen Methoden und Übungen ergänzt das Angebot den Unterricht und greift Situationen auf, denen junge Menschen im Betrieb begegnen können. Zugleich sollen sie darin gestärkt werden, ihre Interessen zu vertreten und sich aktiv einzubringen.
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