Berufsorientierung zum Anfassen: Baden-Württemberg auf der „Mondial des Métiers“ in Lyon
Mit rund 105.000 Besucher*innen bot die Messe auch in diesem Jahr eine eindrucksvolle Bühne für die Welt der Berufe, Orientierung und Karrierechancen. Mehr als 700 Ausbildungsberufe, präsentiert nach Branchenschwerpunkten, in den großzügigen Messehallen der EUREXPO in Lyon.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist das Land in Lyon vertreten und nutzt die Gelegenheit, um, gemeinsam mit engagierten Kooperationspartnern, für die duale Ausbildung und den Standort Baden-Württemberg zu werben.
Am Landesstand wurde schnell deutlich: Hier geht es nicht nur um Informationen, sondern ums Mitmachen. Besonders gefragt waren die interaktiven Angebote aus dem Bereich Elektrotechnik. Gemeinsam mit deutschen und französischen Auszubildenden konnten Besucher*innen selbst aktiv werden, vom „heißen Draht“ bis zum eigenen kleinen Werkstück zum Mitnehmen. Ganz nebenbei entstanden dabei Gespräche über Ausbildungswege, Berufschancen und Unterschiede zwischen den Bildungssystemen.
Ergänzt wurde das Angebot durch ein breites Beratungsprogramm. Ob Ausbildung, Studium, Praktikum oder Arbeit in Deutschland, gemeinsam mit Partnern wie der Agentur für Arbeit, der Deutsch-Französischen Hochschule oder dem Deutsch-Französischen Jugendwerk informierte das Team über die vielfältigen Möglichkeiten im deutsch-französischen Kontext.
Auch abseits des Messestands zeigte sich die enge europäische Zusammenarbeit. Bei internationalen Wettbewerben in den Bereichen Automobil und Holz arbeiteten Auszubildende aus verschiedenen Ländern zusammen, tauschten sich aus und stellten ihr Können unter Beweis. Dabei ging es nicht nur um Technik, sondern auch um Teamarbeit und kulturelle Erfahrungen.
Ein besonderes Highlight war erneut die Ausbildungstour Baden-Württemberg: französische Schüler*innen aus der Partnerregion Auvergne-Rhône-Alpes konnten bereits vor der Messe Betriebe und Schulen in der Region Karlsruhe kennenlernen. Ihre Eindrücke brachten sie anschließend mit nach Lyon und berichteten vor Ort von ihren Erfahrungen.
Die Resonanz auf den Auftritt war durchweg positiv. Viele Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über Perspektiven in Baden-Württemberg zu informieren. Gleichzeitig bot die Messe Raum für Austausch, neue Kontakte und die Weiterentwicklung bestehender Partnerschaften. Für das Land waren über 30 Personen im Einsatz. Vor allem die zehn Auszubildenden konnten in Lyon wichtige berufliche und interkulturelle Erfahrungen sammeln.
So zeigt die „Mondial des Métiers“ einmal mehr, wie lebendig europäische Zusammenarbeit im Alltag sein kann, ganz konkret, praxisnah und im direkten Austausch mit der nächsten Generation von Fachkräften.
| Die Beteiligung des Landes ist ein Projekt im Rahmen der Kooperation Vier Motoren für Europa (beteiligte Regionen: Auvergne-Rhône-Alpes, Baden-Württemberg, Katalonien und die Lombardei) und wird von der Région Auvergne-Rhône-Alpes unterstützt. Auftraggeber ist das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. Der Messeauftritt wird vom Referat 27 „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Europa“ des Regierungspräsidiums Karlsruhe konzipiert und umgesetzt - unter Mitwirkung von engagierten Partnern, darunter Azubi-BacPro- Berufsschulen, Lehrkräfte, Auszubildende sowie Akteure und Expertinnen für berufliche Bildung und Orientierung im deutsch-französischen Kontext. |
| Die mitwirkenden Schulen waren die Heinrich-Hertz-Schule aus Karlsruhe und deren Partnerschule aus dem Elsass, das Lycée Polyvalent Stanislas aus Wissembourg, für den Beruf Elektroniker*in für Energie und Gebäudetechnik und dessen französisches Pendant „Métiers de l’Electricité et de ses Environnements Connectés (MELEC)“ am Landesstand, die Josef-Durler-Schule aus Rastatt und das Lycée des Métiers – UFA Heinrich Nessel aus Haguenau für die Berufe Tischler*in und Technicien menuisier-agenceur (im Sonderbereich „Holz) sowie die Carl-Benz-Schule aus Gaggenau für den Beruf Kfz-Mechatroniker*in (im Sonderbereich „Automobil“). |
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